VOLKACH

Hallenbad und Spielplatz im Stadtrat

Mit zwei umstrittenen Themen muss sich der Volkacher Stadtrat in seiner Sitzung am Montag (20. April, 19 Uhr) beschäftigen: Einmal geht es um die bis zu sieben Millionen Euro teure Generalsanierung des Hallenbads und einen Alternativantrag des Fördervereins Volkacher Bäder. Zweiter Streitpunkt ist der Kinderspielplatz am Volkacher Sambühl, gegen dessen Umwandlung zum Bauplatz viele Eltern und Großeltern Sturm laufen.
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Momentaufnahme: Regen Betrieb auf dem umstrittenen Spielplatz am Volkacher Sambühl zeigt diese Aufnahme Ende März. Der Stadtrat sprach sich in einer Ratssitzung für einen Verkauf des Geländes als Baufläche aus, viele Anwohner stemmen sich gegen das Aus für die Spielfläche. Foto: Foto: Döhler

Mit zwei umstrittenen Themen muss sich der Volkacher Stadtrat in seiner Sitzung am Montag (20. April, 19 Uhr) beschäftigen: Einmal geht es um die bis zu sieben Millionen Euro teure Generalsanierung des Hallenbads und einen Alternativantrag des Fördervereins Volkacher Bäder. Zweiter Streitpunkt ist der Kinderspielplatz am Volkacher Sambühl, gegen dessen Umwandlung zum Bauplatz viele Eltern und Großeltern Sturm laufen.

Beim Hallenbad prallen die derzeitige Projektentwicklung und der Antrag des Fördervereins zusammen. Die Bäderfreunde wollen statt der Sanierung eine Zusammenlegung von Hallenbad und Freibad am Standort des Freibads – um dieses zu retten. Der Vorstoß wird aber wohl nur realisierbar sein, wenn es für den Neubau des Hallenbads auf dem Gelände am Main kräftig Zuschüsse gibt. Um die zu bekommen, will der Verein alle politischen Register ziehen.

Die Neubau-Vorstellungen des Vereins von Ende März passen nicht so recht zu dem Verfahren, das der Stadtrat mit seinem einstimmigen Beschluss Anfang Dezember 2014 in Gang brachte: Mit einem sogenannten VOF-Verfahren wird ein Projektplaner gesucht, der Kosten ermittelt und Ausbauvarianten prüft. Das Verfahren ist im Laufen. Wie weit es fortgeschritten ist und welche Konsequenzen ein Stopp hätte, soll das beauftragte Ingenieurbüro in der Sitzung erläutern.

Ein weiteres Fragezeichen über dem Hallenbad liefert die Filtertechnik, deren Erneuerung vom Gesundheitsamt schon länger angemahnt wird. Wenn der Stadtrat eine Kehrtwende vollziehen und sich für die Neubaupläne am Freibad erwärmen würde, wäre eine Verzögerung der rund 100 000 Euro teuren Filtersanierung die wahrscheinliche Folge. Weil dann eine Schließung durchs Gesundheitsamt möglich wäre, will die Verwaltung jetzt einen Grundsatzbeschluss – entweder pro Erneuerung oder pro Zurückstellen der Arbeiten.

Ein heißes Thema ist die Zukunft des Spielplatzes am Sambühl. Gegen die Umwandlung des Geländes zu zwei Bauplätzen wehren sich viele Anwohner aus dem Kirchberggebiet. Gut 270 Unterschriften gegen die Pläne zeigen, wie groß der Widerstand ist. Nun ist der Stadtrat gefordert, eine öffentliche Grundsatzentscheidung zu treffen. Entweder bleibt der Spielplatz oder er wird dem Bemühen der Stadt geopfert, mit zusätzlichen Einnahmen die geforderte Haushaltskonsolidierung voranzutreiben.

Die weiteren Themen:

• Bauvoranfrage für den Neubau einer Wohnanlage in der Obervolkacher Straße 11a - 13.

• Anschaffung eines gebrauchten Löschfahrzeugs für die Fahrer Feuerwehr. Inklusive Reparaturen und nötiger Einsatzmittel kostet das Gefährt rund 35 000 Euro.

• Volkachs Jahresrechnung 2014.

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