MÖNCHSONDHEIM

Halbzeit in Peking

Das Mönchsondheimer Paar Kerstin Hüllmandel und Albert Knaus ist seit April in einer Reisegruppe mit dem Wohnmobil nach China unterwegs. In loser Folge berichten wir über das 28 000-Kilometer-Abenteuer.
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Mauer-Spaziergang: Die Wege sind überraschend steil. Foto: Foto: Knaus

Das Mönchsondheimer Paar Kerstin Hüllmandel und Albert Knaus ist seit April in einer Reisegruppe mit dem Wohnmobil nach China unterwegs. In loser Folge berichten wir über das 28 000-Kilometer-Abenteuer.

Endlich ist es soweit: China, das Land der unendlichen Weiten, liegt vor den Wohnmobilisten. Immer wieder fällt der Blick auf die „Chinesische Mauer“, wo schon kurz nach 7 Uhr immer die Hölle los ist.

Obwohl der begehbare Teil der Anlage recht breit ist, reicht der Platz kaum für die unfassbaren Menschenmassen. Umfallen jedenfalls ist schwer möglich. Es geht teilweise steil bergauf, was den Marsch schnell zur Qual werden lässt.

Wohnungen wie Schwalbennester

Nächste Station: das berühmte „hängende Kloster“. 40 winzige Wohnungen, die kunstvoll wie Schwalbennester in eine Felswand gebaut wurden und miteinander verbunden sind.

Nach 98 Reisetagen und genau 15 968 Kilometern taucht Peking auf. Eine Woche ist Zeit für Erkundungen, eine Woche Hotel statt Reisemobil. Schick essen gehen ist angesagt. Die Speisefolge: Flusskrebse, Frösche, Fleischspieße, Pilzsprossensalat, Nudeln, Pfahlmuscheln, Austern, Blumenkohl sowie Jakobsmuscheln.

Die Gruppe bricht zu den typischen Besichtigungstouren auf – auch dort warten unfassbare Menschenmassen. Vom Platz des himmlischen Friedens geht es in die – ab 1408 erbaute – Verbotene Stadt. Dazu eine Rikscha-Fahrt. Das Olympiagelände. Der Sommerpalast mit seinen 200 Pavillons, Tempeln und Palastbauten – Mittelpunkt und Symbol der chinesischen Herrlichkeit und Machtentfaltung.

Nicht fehlen darf ein Abstecher zum Naschmarkt. Wer will und sich traut, kann Seepferdchen, Flusskrebse, Ringelschlangen, Skorpione und haarige Spinnen probieren. Ob man „Ahhh“, „Hmmm“ oder „Igitt“ macht, bleibt dabei jedem selbst überlassen.

Nach der Peking-Woche setzten sich die Wohnmobile wieder in Gang. Ganz langsam verschwindet der ewige Dunst der Riesenstadt. Die Gruppe fährt ein ums andere Mal durch Hochtäler zwischen 1300 und 1700 Meter.

Das Land vereinigt irgendwie alle Landschaften Europas in sich – nur eben in ganz anderen Größenordnungen. Ein paar Tage später zeigt die Wüste Gobi erste Ausläufer, Stein- und Grassteppe wohin das Auge reicht.

Die Mongolei wartet

Dann neigt sich die Zeit in China auch schon wieder dem Ende zu. Nur noch wenige Tage, dann wartet nicht nur der August, sondern auch die Mongolei. Das Abenteuer geht weiter. Und das nicht zu knapp: Auf dem Rückweg gilt es in etwa noch einmal die gleiche Strecke zu bewältigen.

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