Volkach

Halbleib: Mainschleifenbahn braucht Geld und Organisation

Der SPD-Abgeordnete wünscht sich eine führende Rolle der Landkreise Kitzingen, Würzburg und Schweinfurt bei der Reaktivierung der Bahnstrecke von Volkach nach Würzburg.
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Wenn die Reaktivierung der Mainschleifenbahn gelingt, könnten von der Endhaltestelle in Astheim (im Bild) wieder Züge bis nach Würzburg fahren. Foto: Frank Keller

Die jüngst vorgestellte erfolgreiche Potenzialanalyse der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) über das zu erwartende Fahrgastaufkommen der Mainschleifenbahn  ermuntert den Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib (SPD) aus Ochsenfurt in einer Pressemitteilung zu der Feststellung, dass der Weg zu einer Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Volkach-Astheim und Würzburg "trotz Widerstand und Zweifel der BEG und des bayerischen Verkehrsministeriums nun endlich frei" ist. Die Analyse sieht bis zu 1400 Pendler pro Tag, die die Mainschleifenbahn nutzen könnten.

Maßgebliche Rolle als Gesellschafter gefordert

Damit auf dem Schienenweg zwischen der Mainschleife und Würzburg tatsächlich wieder Züge rollen, komme es jetzt vor allem darauf an, dass geklärt wird, wer den Bahnbetrieb organisiert und woher das für den Betrieb notwendige Geld kommen soll. Deshalb fordert der Abgeordnete in einem Brief an die Landräte Tamara Bischof (Kitzingen), Eberhard Nuß (Würzburg) und Florian Töpper (Schweinfurt) die rasche Gründung einer Eisenbahninfrastrukturgesellschaft. Halbleib stellt sich vor, dass die drei Landkreise dabei als Gesellschafter eine maßgebliche Rolle spielen müssen.

Diesen Weg ist für ihn der sinnvollste Weg, "um eine reibungslose Instandsetzung und spätere Betreuung der Schienenwege sowie der zugehörigen Infrastruktur zu gewährleisten und damit die Reaktivierung der Mainschleifenbahn in naher Zukunft zu ermöglichen". Wichtig sei allerdings eine intensive Einbindung des Fördervereins Mainschleifenbahn und dessen "Know-how und Hartnäckigkeit".

Zweifel an den Absichten der Staatsregierung

Von der Staatsregierung und der BEG erwartet Halbleib nach der positiven Prognose nun, dass diese das Projekt "endlich ohne Wenn und Aber unterstützen". Angesichts des "Schlingerkurses" den Staatsregierung, CSU und Freie Wähler im Landtag beim Verkauf der Steigerwaldbahn verfolgten, zweifelt der SPD-Abgeordnete allerdings daran, ob die Reaktivierung von Bahnnebenstrecken von der Landtagsmehrheit und der Staatsregierung überhaupt gewollt sind, endet seine Mitteilung.

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