REPPERNDORF

Häckselplatz vor dem Aus

Mehrheit der Repperndorfer Anwohner stimmt wegen Problemen bei der Benutzung für die Schließung des Häckselplatzes.
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Steht der Häckselplatz in Repperndorf vor dem Aus. Weil eine Einzäunen zu teuer ist, könnte der Platz bald geschlossen werden. Foto: Foto: Siegfried Sebelka

Brennende Themen wurden auf der Bürgerversammlung im Kitzinger Stadtteil Repperndorf im dortigen Feuerwehrgerätehaus diskutiert. Rund 40 interessierte Bürger nahmen diese Gelegenheit wahr, sich mit Kitzingens Oberbürgermeister Siegfried Müller und Bauamtsleiter Oliver Graumann auszutauschen.

Aus dem Ruder gelaufen

An erster Stelle stand der Repperndorfer Häckselplatz. „Die Zustände sind aus dem Ruder gelaufen. Aber ein Missbrauch lässt sich ohne Zaun und Kontrolle nicht in den Griff bekommen“, räumte Müller ein. Anfang Februar hatte der Stadtrat einen solchen Antrag aufgrund der daraus entstehenden Kosten abgelehnt. Eine Unterschriftenliste habe den Ärger nochmals aufgezeigt. Nicht nur, dass sich die Anwohner über den Verkehr beklagten, auch die Öffnungszeiten von 7 bis 18 Uhr würden die Anliefernden nicht beachten. Dass selbst die Mitarbeiter des Bauhofs außerhalb dieser Zeiten den Platz anfahren würden, dem widersprach Müller vehement.

Kostenlos entledigt

Sicher sei jedoch, dass ortsfremde und hier vor allem Gewerbetreibende den Platz benutzen, um sich kostenlos ihres Grünguts zu entledigen. Zugespitzt habe sich diese Situation vor allem im Frühjahr, stellte Graumann fest. Da eine Zufahrt nur wie bisher über die Kreuzleinstraße oder die parallel verlaufende Straße Am Seelein möglich sei, habe auch die Stadt eine Schließung bereits ins Auge gefasst, erklärte Müller. Da die Anwohner nicht an eine Verbesserung der Situation glaubten, sprachen auch sie sich in der Mehrheit für die letzte Konsequenz aus: das Aus für den Häckselplatz. „Es geht leider nicht anders“, kommentierte Müller die Meinungsumfrage.

Alternative am Goldberg

Da der Häckselplatz allerdings auch vom städtischen Bauhof genutzt werde, habe sich die Stadt bereits vorab nach einer Alternative umgesehen. Weil das Landratsamt für das gesamte Stadtgebiet Kitzingen nur einen Häckselplatz genehmigt, könnte dieser auf einem stadteigenen Gelände im Gewerbegebiet Goldberg entstehen. Dort würden keine Anwohner durch den Anlieferverkehr belastet. Sollte nach der Schließung weiter Grüngut in Repperndorf angeliefert und widerrechtlich abgeladen werden, appellierte Müller an die Aufmerksamkeit der Anwohner: „Nur wenn wir davon wissen, können wir auch etwas dagegen unternehmen.“ Das Ende des Themas und das Ende des Häckselplatzes quittierten die Anwesenden mit Applaus.

Alte Reichsstraße

Des Weiteren stellte Graumann die Erneuerung des Straßenbelegs der Alten Reichsstraße zwischen Mühlbachbrücke und Feuerwehrhaus in Aussicht. Es sei das Teilstück im schlechtesten Zustand. Die Maßnahme werde derzeit im Bauamt vorbereitet und unter dem Vorbehalt einer erfolgreichen Ausschreibung im Herbst dieses Jahres durchgeführt. Eine umfassende Dorferneuerung sei dagegen „nach so einer relativ kurzen Zeit undenkbar“, erklärte Müller.

Gesunde Bäume bleiben

Ein Umlaufgitter am Spielplatz Am Schnepper anzubringen, um die dort spielenden Kinder daran zu hindern, auf die Straße zu rennen, nahmen die Stadtvertreter als Vorschlag mit, dagegen erteilte Müller dem dort geforderten Baumschnitt eine Absage: „Wenn ein Baum gesund ist, können wir ihn nicht einfach schneiden oder fällen, nur weil er Dreck macht.“

Dauerthema Mühlbach

Abschließend wies Graumann die Anwohner ausdrücklich darauf hin, die Nutzungseinschränkung im Überschwemmungsgebiet entlang des Repperndorfer Mühlbachs zu beachten und dort weder Gartenabfälle noch Bauschutt oder Holz zu lagern. Das Überschwemmungsgebiet müsse frei von Ablagerungen und Bauten bleiben, da diese bei einem Hochwasser mitgeschwemmt werden und Schäden verursachen könnten. Das Wasserwirtschaftsamt kontrolliere dies nicht zuletzt aufgrund der in den letzten Jahren vermehrt aufgetretenen Starkregenereignisse strenger und könne die Stadt ansonsten dazu verpflichten, diese Maßnahme zu vollstrecken.

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