KITZINGEN

Gute Abschlusszeugnisse in der Mittelschule

Mit einer beeindruckenden Rede verabschiedete Schulleiter Friedrich Tasch am Donnerstag 48 Absolventen der Mittelschule Kitzingen-Siedlung aus dem Schulalltag.
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Die Absolventen der Klassen 9a und 9b der Mittelschule Kitzingen-Siedlung. Foto: Foto: Gerhard Bauer

Mit einer beeindruckenden Rede verabschiedete Schulleiter Friedrich Tasch am Donnerstag 48 Absolventen der Mittelschule Kitzingen-Siedlung aus dem Schulalltag. Tasch kündigte an, dass auch drei Lehrkräfte nach zusammen mehr als 100 Jahren an dieser Schule die Schule verlassen werden.

Er unterstrich, dass sich 37 der 48 Schüler am Quali beteiligten und 64 Prozent den Abschluss erfolgreich ablegen konnten. Alle gingen nun mit erfreulich guten Zeugnissen hinaus ins Leben, 17 als Auszubildende, 25 starten in eine weitere schulische Ausbildung und sechs seien über den weiteren Lebensweg noch unentschlossen.

In den letzten Jahren habe der Unterricht auf einer Baustelle stattgefunden, denn die Stadt Kitzingen schaffe derzeit die baulichen Grundlagen für den gebundenen Ganztag, den es seit zehn Jahren an dieser Schule gebe. Der einzigen Schule im Landkreis im übrigen, die diese Schulform von der ersten bis zu letzten Klasse lückenlos anbieten kann.

Der größere Teil der Absolventen war fünf Jahre im gebundenen Ganztag in einer Schulform, die geprägt habe. In einer Zeit wo Menschen sich immer mehr vereinzeln und immer ichbezogener sind, sei eine Schulform gewählt worden, die neben der Wissensvermittlung besonderen Wert auf soziale Kompetenzen legt. Es komme im Leben nicht nur auf Fachwissen, sondern im Besonderen auch auf die Fähigkeit an, mit anderen gemeinsam zu arbeiten.

Der Stadtteil Siedlung sei entstanden durch Flüchtlinge, Vertriebene und Zugezogene. Dennoch habe er in den letzten Wochen Dinge gehört, die verstörten. Kürzlich sei eine Gruppe Grundschülerinnen am Arbeitszimmer vorbeigegangen und er habe den Satz, „In mein Zimmer kommt kein Ausländer“ hören müssen. Dann beschimpften einige Schüler einen dunkelhäutigen Mitbürger auf das Übelste. Wenigstens einer habe sich entschuldigt, die anderen in ihren Hass-Tiraden keinen Fehler gesehen.

An der Schule werden Schüler aus 18 Nationen unterrichtet, es habe damit nie Probleme gegeben, das Anderssein sei respektiert und voneinander gelernt worden. Die Schule beteilige sich seit Jahren aktiv an der Aktion „Schule ohne Rassismus“. Tasch rief dazu auf, die Gedanken der Toleranz und der Gemeinschaft in andere Schulen oder in Ausbildungsbetriebe zu tragen sich nicht von Aussagen der Brunnenvergifter verführen zu lassen, andere Menschen auszugrenzen oder abzulehnen. Zusammen mit den Klassenlehrern überreichte Tasch den Absolventen ihre Abschlusszeugnisse.

Die Absolventen: 9a: Malik Anderson, Tanyel Arayici, Ilayda Elmas, Stella Endres, Emrah Halil Ferlengez, Paula Fuchs, Cosmin-Florin Gherasim, Dusan Gunj, Saskia Hey, Enas Kantash, Andrej Laptev, Oliver Lederer, Samantha Mitnacht, Marcel Mittnacht, Leonardo Osmani, Nick Oyss, Tolga Öz, Mariana Padureac, Alexandru Purcel, Jaden Ritzau, Aleksandra Ruppel, Annika Ullrich, Samuel Vierrether, Lisa Weiß und Florian Wenkheimer.

9b: Luis Arnold, Nora Bergsträßer, Peter Dombos, Samantha Friedel, Leandro Hartner, Helena Klinger, Jonas Lenhart, Dustin Lewetz, Daniel Linger, Lisa Ludwig, Anna-Lena Schneider, Paul Walther, Destinee Weiß und Tatjana Zwanziger.

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