KITZINGEN

Gut zu tun für die Stabsstelle

Zweieinhalb Jahre nach der Vergabe des Auftrags an das Büro Stadt + Handel (Karlsruhe) ist die Fortschreibung des Kitzinger Einzelhandelskonzepts (Zentrenkonzept) so gut wie fertig. Nach der mit viel Beifall bedachten Präsentation vor 50 Einzelhändler vor einer Woche (wir berichteten) informierte Andreas Schuder am Donnerstag den Stadtrat über die Ergebnisse.
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(Übergangs-)Lösung gegen den tristen Leerstand
Kitzingen (mey) Jammern über den Leerstand von Geschäften ist der Normalfall – zuzupacken und aus der Not eine (Übergangs-)Lösung herauszukitzeln, ist die Reaktion von Kitzinger Geschäftsleuten. Von Jens Fiebig und Manfred Freitag beispielsweise, die in einer Ruckzuck-Aktion am Donnerstag die lange leeren Schaufenster des einstigen Sportgeschäfts Fuchs wieder mit Leben füllten. Vermieter Fiebig stellte seine Ladenfront zur Verfügung, Freitag zog mit Werbeaufklebern und einigen Ausstellungsstücken aus seinem Zweiradgeschäft ein. Ergebnis: Eine „tote“ Schaufensterfront weniger in Kitzingen und ein Beispiel mehr für ein Stück Leerstandsmanagement, wie es sich der Stadtmarketing-Verein vorstellt. Die „gute Idee“ soll laut Freitag weitere Nachahmer finden. Der Marketingverein wolle jetzt weitere Hauseigentümer mit Leerständen ansprechen, um zumindest eine „dekorative“ Lösung für die dunklen und verwaisten Ecken in Vorweihnachtszeit zu finden. Foto: FOTO Harald Meyer

Zweieinhalb Jahre nach der Vergabe des Auftrags an das Büro Stadt + Handel (Karlsruhe) ist die Fortschreibung des Kitzinger Einzelhandelskonzepts (Zentrenkonzept) so gut wie fertig. Nach der mit viel Beifall bedachten Präsentation vor 50 Einzelhändler vor einer Woche (wir berichteten) informierte Andreas Schuder am Donnerstag den Stadtrat über die Ergebnisse.

Dicke Bretter bohren

Danach war vor allem eines klar: Auf den Inhaber der Stabsstelle im Rathaus, Bernd Rothfuß, wird bei der Umsetzung der Empfehlungen zur Verbesserung der Situation in der Innenstadt, einiges zukommen. Bei der Stabsstelle im Rathaus sollen alle Fäden zusammenlaufen. „Das ist ein sehr dickes Brett, das Herr Rothfuß da bohren muss“, sagte Schuder auf die Frage, wie man die Leerstände in der Innenstadt (derzeit weit über 40) in den Griff bekommen kann. Das gehe nur mit Rückdeckung der Politik und in intensiver Zusammenarbeit zwischen Handel, Eigentümern und Verwaltung.

Dabei ist das Leerstandsmanagement nur ein Teil der Handlungsempfehlungen. Die reichen von der ansprechenden Gestaltung des öffentlichen Raums, der optimalen Erschließung der Einkaufsstraßen bis zur neuen Nutzung der Schlüsselimmobilien in der Altstadt wie dem Bürgerbräugelände, dem Marktcafé oder dem ehemaligen Haushaltswarengeschäft Dietz. Dazu kommt die Erhöhung der Aufenthaltsqualität und vieles mehr.

Für Oberbürgermeister Siegfried Müller war jedenfalls klar, dass die Stabsstelle allein das nicht leisten könne. Deshalb bemühe man sich ja, zusammen mit dem Landkreis um eine personelle Aufstockung in diesem Bereich und eine Förderung durch den Freistaat.

Schutz der Innenstadt

Andreas Schuder hatte dem Stadtrat zunächst die Ergebnisse der Strukturanalyse und damit die Stärken und Schwächen des Einzelhandelsstandorts vorgestellt. Er war auf die „Kitzinger Liste“ eingegangen, die zum Schutz der Innenstadt festlegt, wo welche Sortimente verkauft werden dürfen. Schwerpunkt war dann die Innenstadt, die beispielsweise durch die Ansiedlung neuer Magnetbetriebe, aber auch durch die Sicherung der Vielfalt der vorhandenen Geschäfte gestärkt werden soll.

Der Stadtrat hat den Vortrag mit Beifall zur Kenntnis genommen. Jetzt können die Fraktionen ihre Stellungnahmen abzugeben. Noch vor der Sommerpause soll der Stadtrat das Konzept verabschieden.

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