Hoheim

Gut besuchte Bürgerversammlung in Hoheim

Über aktuelle Projekte der Kitzinger Stadtverwaltung sprach Oberbürgermeister Siegfried Müller bei der Bürgerversammlung in Hoheim, zu der zahlreiche Bürger und Gäste erschienen waren.
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Zahlreiche Hoheimer Bürger erschienen auf der Bürgerversammlung im Sportheim. Foto: Joachim Hofmann

Über aktuelle Projekte der Kitzinger Stadtverwaltung sprach Oberbürgermeister Siegfried Müller bei der Bürgerversammlung in Hoheim, zu der zahlreiche Bürger und Gäste erschienen waren. Dabei ging es um die Modernisierungsarbeiten an der Deuster Sporthalle, die noch im Herbst durchgeführt werden, aber auch an der Turnhalle der Kitzingen Grundschule, die im Frühjahr 2020 fertig werden sollen. Dies seien wichtige Projekte, so Müller, da diese Kapazitäten gebraucht werden, wenn danach die Grundsanierung der Sickergrundhalle in Angriff genommen werde.

Bei den Sozialwohnungen in der Breslauer Straße sei die Baugenehmigung erfolgt, sagte er. Die Ausschreibung sei im Winter und der voraussichtliche Baubeginn für das Frühjahr vorgesehen. Die Breslauer Straße bekommt zudem einen neuen Straßenbelag, erfuhren die Zuhörer.

Zufrieden zeigte sich Müller mit der Entwicklung der Konversionsflächen in den ehemaligen US Barracken. ConneKT und Innopark haben dort mittlerweile über 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen und die Wohnflächen in Marshall Heights sorgen für eine Entspannung im Wohnungsmarkt. Entgegen aller Prognosen konnte Kitzingen dadurch einen Bevölkerungszuwachs verzeichnen und ist auf über 23 000 Einwohner angewachsen.

Bürger ärgern sich über Busfahrer

Das Anliegen der anwesenden Gäste richtete sich auf das Thema Verkehr. Obwohl ganz Hoheim eine Tempo 30 Zone ist, sind Geschwindigkeitsübertretungen an der Tagesordnung, wurde krititsiert. Besonders im Morgenverkehr seien es nicht nur Autos, die deutlich zu schnell fahren, sondern auch Busse. Selbst in Anliegerstraßen, die teilweise keine Gehwege haben, werde keine Rücksicht genommen. Die Hoheimer Bürger appellierten deshalb im Namen der Sicherheit ihrer Kinder, die Geschwindigkeitsbegrenzung im Ort einzuhalten.

Schwellen zur Minderung der Geschwindigkeit auf die Straße zu bauen, so Müller, stellen ein Lärmproblem für Anwohner dar, da Autofahrer abbremsen, darüber fahren und beschleunigen. Eine Radarkontrolle sei Aufgabe der Polizei. Diese zu installieren werde angeregt. 

Beim Thema Volksbegehren für Artenvielfalt lobte Müller die Zusammenarbeit mit den Landwirten am eingerichteten runden Tisch. So haben, laut OB, die Landwirte bereits einiges getan, um die Artenvielfalt zu gewährleisten. Als Beispiel nannte er Blühstreifen an den Rainen und den Beschluss, diese Flächen aus dem Pachtzins herauszunehmen. Müller sprach sich dafür aus, die bisherigen Pachtverträge beizubehalten. Neue Abschlüsse hätten einen enormen Verwaltungsaufwand zur Folge.

Keine Masten in Hoheim

Er wies auch darauf hin, dass die Stadt Kitzingen schon seit Jahren kein Glyphosat mehr verwende, allerdings habe man keine Einflussmöglichkeit darauf, die Nutzung vom Glyphosat seitens der Bahn zu verhindern, weil die Bahn Eigentümer der Flächen und kein Pächter sei. "Nur der Gesetzgeber kann hier einschreiten", sagte er.

Zum Ende der Versammlung fasste sich Erika Drögemüller ein Herz und verwies auf die Gefahren des 5G Mobilfunknetzes. Diese seien zwar wissenschaftlich belegt, jedoch würden diese Informationen der Öffentlichkeit nur unzureichend dargelegt. Sie riet ihren Mitbürgern, sich über die daraus resultierenden Folgeschäden für Mensch, Tier und Natur zu informieren, damit der Aufbau der Masten in Hoheim verhindert werde.

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