BUCHBRUNN

Grundstein für Dorfladen gelegt

„KummRei“: Diese fränkisch-freundliche Einladung wird irgendwann in den ersten Monaten des kommenden Jahres als Name über dem Buchbrunner Dorfladen prangen. Bei der feierlichen Grundsteinlegung am Samstagvormittag wurde auch dieser, erst vor wenigen Tagen aus 65 Vorschlägen gefundene Titel, bekanntgegeben.
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Dorfladen: Unter großer Anteilnahme der Buchbrunner Bevölkerung legten am Samstagvormittag Architekt Alfred Konnerth (links) und Bürgermeister Hans Friederich (rechts), unter tatkräftiger Hilfe von Weinprinzessin Isabella und den Enkeln des Bürgermeisters Lukas und Hannes, symbolisch den Grundstein für den Dorfladen.FOTOs Robert Haaß
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„KummRei“: Diese fränkisch-freundliche Einladung wird irgendwann in den ersten Monaten des kommenden Jahres als Name über dem Buchbrunner Dorfladen prangen. Bei der feierlichen Grundsteinlegung am Samstagvormittag wurde auch dieser, erst vor wenigen Tagen aus 65 Vorschlägen gefundene Titel, bekanntgegeben.

Eine größere Buchbrunner Bürgerschar hatte sich an der ehemaligen Bushaltestelle eingefunden, um zusammen mit Bürgermeister, Gemeinderat, stellvertretendem Landrat Paul Streng und Behördenvertretern feierlich den Grundstein für den Dorfladen Buchbrunn zu legen.

Bürgermeister Hans Friederich erinnerte an den Werdegang: Erst als das privat geführte Geschäft im Ort endgültig schloss, wurde den Buchbrunnern der Verlust so richtig bewusst: Nicht nur die Einkaufsmöglichkeiten, vor allem für die älteren Bewohner, gingen verloren, es fehlte auch das Kommunikationszentrum, die Anlaufstelle für Gespräche für Austausch und ja, auch für den Dorfklatsch. Und so war schnell klar: „Wir brauchen wieder einen Dorfladen.“

Die Arbeitsgemeinschaft Dorfladen wurde gegründet und die finanzielle Lage war günstig: Buchbrunn war dabei, in die umfassende Dorferneuerung aufgenommen zu werden. Hier auf Gelder zu hoffen, würde aber zu lange dauern und so griff die partielle Dorferneuerung ein, in der für Buchbrunn noch rund 80 000 Euro zu erwarten waren. „Wir haben zwar noch keinen Förderbescheid, aber die Zusage“, sagte Friederich.

„Wir sind nicht Rödelsee, wird sind Buchbrunner.“
Hans Friederich Bürgermeister

Nachdem die Standortfrage mit der Schnittstelle zwischen Altort und Siedlungsgebiet geklärt war, konnte im April diesen Jahres die Planung vom Gemeinderat abgesegnet und mit Landratsamt und Amt für ländliche Entwicklung recht schnell abgestimmt werden. Etwas länger zogen sich die Verhandlungen mit den zuständigen Behörden über die Abzugsfähigkeit der Umsatzsteuer hin, aber auch diese Frage konnte schließlich positiv geklärt werden. „Wir hatten also einige Hürden zu überwinden, bis wir heute den Grundstein legen können“, sagte Friederich.

Wenn das Wetter mitspielt, könnte bis Ende des Jahres das Grundgerüst für das Gebäude stehen und irgendwann in Frühjahr der Laden öffnen. Skeptikern, die einen defizitären Geschäftsverlauf befürchten, rief Friederich zu: „Wir sind nicht Rödelsee, wir sind Buchbrunner.“ Trotzdem appellierte er, wie auch die anderen Redner, sich im Laden ehrenamtlich zu engagieren und vor allem eifrig dort einzukaufen.

Paul Streng erinnerte daran, dass früher die Dorfläden auch in den kleinen Orten selbstverständlich waren. Mit der Schnäppchenjägerei säge man selber an dem Ast, auf dem man sitzt. „Es ist ein mutiger, aber wichtiger Schritt für Buchbrunn“, sagte Streng. Robert Stumpf vom Amt für ländliche Entwicklung bestätigte den Zuschuss, der aus EU-Mitteln zur Verfügung gestellt wird. Damit soll das Dorfleben nachhaltig gestaltet und gefördert und auch die Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs sicher gestellt werden.

Für Architekt Alfred Konnerth hängt nun alles vom Wetter in der Winterbaustelle ab. Spiele dies mit, dann kann im Januar mit dem Aufstellen der Halle begonnen werden.

65 zum Teil sehr kreative Vorschläge waren aus der Bevölkerung Buchbrunns für einen Namen für den Dorfladen gekommen. Schließlich wählte eine Jury den Namen „KummRei“ mit deutlicher Mehrheit aus. Die Wortschätzung von Helga Hopfengart sei typisch Fränkisch, bitte den Besucher freundlich in den Laden und heiße ihn willkommen. Ehe die Buchbrunner zum Testimbiss verschiedener Bäckereien und Metzgereien gingen, baten sie in einem Gebet noch um himmlischen Beistand fürs Gelingen ihres Dorfladens.

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