Iphofen

Gründung des Katholischen Seelsorgebereichs Dreifrankenland im Steigerwald

Am Sonntagnachmittag versammelten sich zahlreiche Katholiken aus dem unterfränkischen Raum um die Gründung des neuen großen katholischen Seelsorgebereichs Dreifrankenland im Steigerwald zu feiern.
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Am Dreifrankenstein feierte Pfarrer Wolfgang Dettenthaler aus Schlüsselfeld den Gottesdienst zur Gründung des neuen Seelsorgebereichs Dreifrankenland im Steigerwald. Foto: Ralf Kleineisel

Am Sonntagnachmittag vom 01. September 2019 versammelten sich zahlreiche Katholiken aus dem unterfränkischen Raum um Iphofen, den mittelfränkischen Orten um Scheinfeld und dem oberfränkischen Gebiet um Schlüsselfeld am Drei-Franken-Stein bei Burghaslach, um mit ihrem jetzt gemeinsamen Pfarrer Wolfgang Dettenthaler aus Schlüsselfeld die Gründung des neuen großen katholischen Seelsorgebereichs Dreifrankenland im Steigerwald zu feiern.

Im dem neuen Seelsorgebereich wurden im Zuge des laufenden Entwicklungsprozesses der Erzdiözese Bamberg die drei bisherigen Seelsorgebereiche Iphofen-Seinsheim-Willanzheim, Südlicher Steigerwald und Maria im Dreifrankenland zusammengeschlossen, informiert eine Pressemitteilung. Die wurden am Tag zuvor zusammen mit den bisherigen katholischen Dekanaten Neustadt an der Aisch und Höchstadt an der Aisch aufgehoben.

Pfarrbüros bleiben

Der neue Seelsorgebereich umfasst 20 Pfarreien und Kuratien mit elf Filialgemeinden für rund 16 000 Katholiken auf einer Fläche von 660 Quadratkilometern und gehört nun zum vergrößerten katholischen Dekanat Ansbach, das von Dekan Hans-Peter Kunert geleitet wird. Zusammen mit dem Leitenden Pfarrer Wolfgang Dettenthaler sind elf weitere Priester, Diakone, Pastoralreferenten und Gemeindereferenten zusammen mit Brüdern aus dem Franziskanerkloster Schwarzenberg als Voll- oder Teilzeitkräfte in der Seelsorge vor Ort aktiv. Das entspricht der bisher gewohnten personellen Ausstattung der drei ehemaligen Seelsorgebereiche, deren gewachsene Zusammenarbeit in der Pastoral durch die interne Untergliederung des neuen Seelsorgebereichs in drei Pastoralräume –  Weinland, Schwarzenbergerland und Dreifrankeneck – gewürdigt wird. Die Pfarrbüros bleiben ebenfalls in gewohnter Form erhalten, so die Mitteilung. Markt Bibart ist nun der gemeinsame Verwaltungssitz, da hier eine neue Stelle für einen Verwaltungsleiter mit Sekretariat geschaffen wird.

Gemeinsame Andacht

Am Vormittag wurde der Sonntagsgottesdienst aufgeteilt in die vielen Kirchen des neuen Seelsorgebereichs gefeiert und am Nachmittag eine gemeinsame Andacht mit anschließendem Agapemahl am Drei-Franken-Stein, zu dem die Gläubigen Speisen und Getränke mitbrachten, um sie miteinander zu teilen. Durch diese urchristliche Form des Betens und Feierns setzten die Gläubigen die zwei Ziele der Neuordnung der Seelsorge laut Schreiben deutlich sichtbar um: Den Glauben vor Ort stärken und den Glauben auf neue Weise zu den Menschen bringen.

„In unseren Pfarreien spüren wir hautnah, wie tiefgreifend sich die Situation unserer Kirche verändert“, beteten die Gläubigen im Gebet zur Neuausrichtung der Seelsorge im Erzbistum und Pfarrer Dettenthaler hielt dem das Evangelium von den fünf Broten und zwei Fischen entgegen, in dem Christus seine Anhänger dazu einlädt, das, was sie haben, miteinander zu teilen. Dabei geschieht das Wunder, dass aus wenigen eingebrachten Gaben – fünf Broten und zwei Fischen – ein Mahl für Tausende wird, bei dem die Reste zwölf Körbe füllen. Gemeindereferentin Petra Kleineisel betete: „Herr, lass es gut werden“, und griff dabei die christliche Hoffnung auf, dass auch in Situationen mit Umbrüchen und Ängsten, das Vertrauen auf Gott die Kirchen trägt.

Ein Segen für Gläubige und Speisen eröffnete das gemeinsame Essen und Trinken, bei dem sich die Menschen aus allen Pfarrgemeinden des neunen Seelsorgebereichs angeregt austauschten und neue Kontakte über die bisherigen Grenzen hinaus knüpften.

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