Großlangheim

Großlangheimer Haushalt bereitet keine schlaflosen Nächte

Millionenprojekte wie die Erweiterung des Kindergartens und der Abwasseranschluss an die Kitzinger Kläranlage werden dem Großlangheimer Marktgemeinderat in diesem und im kommenden Jahr nicht den Schlaf rauben.
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Die Erweiterung des Großlangheimer Kindergartens im ehemaligen Josef-Stift ist in vollem Gange. Die Gemeinde wird dafür circa 1,5 Millionen Euro ausgeben. Foto: Winfried Worschech

Millionenprojekte wie die Erweiterung des Kindergartens und der Abwasseranschluss an die Kitzinger Kläranlage werden dem Großlangheimer Marktgemeinderat in diesem und im kommenden Jahr nicht den Schlaf rauben. "Der Haushalt macht uns keine Sorgen und wir werden wie bisher sparsam wirtschaften“. Bürgermeister Karl Höchner zeigte sich in der Ratssitzung am Dienstagabend bei der Verabschiedung des Haushalts überzeugt, dass alle Projekte gut über die Bühne gebracht werden können, zumal in diesem Jahr keine Kreditaufnahme notwendig gewesen sei. Er kündigte an, dass im kommenden Jahr auf Rücklagen zurückgegriffen werde.

Gestiegene Einnahmen im Verwaltungsressort

Im Verwaltungshaushalt stehen in diesem Jahr 2 785 081 Euro auf dem Plan und im Vermögenshaushalt 2 761 313 Euro. Bei den Grundsteuern A und B bleibt es bei 260 Prozent und bei der Gewerbesteuer bei 280. „Wir gehören damit zu den günstigsten Kommunen in Bayern“, stellte der Bürgermeister fest. Wichtigste Einnahmeposten im Ressort  Verwaltung sind der Anteil an der Einkommmenssteuer mit 966 570 Euro, der sich im Vergleich zum Vorjahr um circa 50 000 Euro erhöht hat. Dazu kommen die Schlüsselzuweisungen (505 868 Euro), Gewerbesteuer (315 000 Euro), Grundsteuer B (90 000 Euro), Ersatzleistungen zur Einkommenssteuer (70 437 Euro), Anteil an der Umsatzsteuer (42 806 Euro) und die Grundsteuer A (15 800 Euro).

"Den höheren Einkommenssteueranteil und die Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt in Höhe von 414 438 Euro brauchen wir dringend für unsere Investitionen“, kommentierte der Bürgermeister diese Posten. Auf der Ausgabenseite stehen im Verwaltungsetat die Kreisumlage (591 258 Euro), die VG-Umlage (215 000 Euro), die Schulverbandsumlage, ohne Investitionsumlage, mit 104 325 Euro und die Gewerbesteuerumlage mit 63 000 Euro.

Über eine Million Euro für Anschluss Kläranlage

Im Vermögenshaushalt ist in diesem Jahr die Kindergartenerweiterung mit rund 750 000 Euro die  größte Investition. Im kommenden Jahr werden voraussichtlich rund 800 000 Euro für diese Planung  aufgewandt, kündigte der Bürgermeister an. Für Kläranlage, sprich Abwasseranschluss an die Kitzinger Kläranlage, sind 100 000 Euro für Planungskosten angesetzt, 2020 werden 1,2 Millionen Euro für den Anschluss fällig, informierte er weiter.

Ausgaben sind auch für das neue Löschfahrzeug eingeplant. Es schlägt mit 100 000 Euro zu Buche, im nächsten Jahr ist der Restbetrag von 110 000 Euro fällig, erfuhren die Gemeinderäte.  Gemeindestraßen im dritten Abschnitt des Baugebiets Am Viehtrieb kosten 140 000 Euro. Für die Sanierung der Regenrückhaltebecken am Rande der Weinberge sind rund 200 000 Euro angesetzt. Für den Erwerb von Grundstücken hat das Ratsgremium 40 000 Euro eingeplant und für den Stromanschluss für das Festgelände am See müssen 23 000 Euro investiert werden.

Auf der Einnahmenseite im Sektor Vermögen stehen als wichtigste Quellen die Veräußerung von Grundstücken in Höhe von 300 000 Euro zur Verfügung, die schon genannte Zuführung vom Verwaltungshaushalt, Straßenausbaubeiträge (110 000 Euro), Investitionszuweisung Land (137 200 Euro) und Feuerwehr (44 000 Euro), Investitionspauschale (126 500 Euro) und Kanalbaubeiträge (18 000 Euro) addieren sich noch hinzu.

Minimale Bodenentnahme

Zum Stand der Dinge in Sachen Entladung von Regenrückhaltebecken am Rande der Weinberge zeigte sich der Bürgermeister erfreut darüber, dass dort nicht soviel entnommen werden müsse wie befürchtet. „Ich hatte da schon immer das Gefühl, dass die Bodenentnahme minimal sein wird“. So sind bei den Becken im Flurbereich Hardt rund 55 Kubikmeter und aus dem Becken Am Brotacker etwa 54 Kubik zu entnehmen. Bei dem Becken Leitlein habe sich herausgestellt, dass das Volumen größer als geplant sei. Die Arbeiten wurden an die Firma Rank vergeben, erinnerte der Bürgermeister.

Die Freiwillige Feuerwehr will im Gerätehaus ein Podest für zusätzlichen Stauraum einbauen und das in Eigenregie. Dass der Feuerwehrverein die Kosten übernimmt, sorgte für Beifall in der Ratsrunde. Der Bürgermeister dankte den Aktiven und Vereinsmitgliedern für diesen Einsatz zum Wohle der Dorfgemeinschaft. Schulleiterin Nicole Achter machte per Telefon auf die Verkehrssituation in der Rossgasse im Bereich der Schule aufmerksam und bat darum, die Verkehrszeichen besser zu beachten, informierte der Bürgermeister abschließend. Robert Sterk regte an, die Verkehrsschilder besser zu positionieren.

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