SEINSHEIM

Großgemeinde wird 40 Jahre alt

Die erste Gemeinderatssitzung des Jahres nutzte Seinsheims Bürgermeister Heinz Dorsch für einen Rück- und Ausblick.
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Die erste Gemeinderatssitzung des Jahres nutzte Seinsheims Bürgermeister Heinz Dorsch für einen Rück- und Ausblick.

2018 wird dem Gemeinderat wieder viele Entscheidungen abverlangen, stehen doch Projekte wie das Feuerwehrhaus in Wässerndorf, ein Dorfgemeinschaftshaus in Iffigheim und die Brücke in der Seinsheimer Bachgasse auf der Aufgabenliste und die Großgemeinde Seinsheim wird 40 Jahre alt.

Einige Baustellen

„Ich hoffe, dass wir in der Bachgasse mit dem Brückenbau weiter vorankommen“, sagte Bürgermeister Heinz Dorsch. Das ist aber nicht die einzige Baustelle, mit der sich der Seinsheimer Gemeinderat schon seit längerem beschäftigt. Auch das Amtshaus und dessen künftige Nutzung wird das Gremium beschäftigen. Ebenso der Dauerbrenner Feuerwehrhaus in Wässerndorf, das laut Dorsch ebenso „vorrangige Priorität“ besitzt wie die Planung und Antragsstellung für ein Dorfgemeinschaftshaus in Iffigheim, denn eine Machbarkeitsstudie und ein Bodengutachten für das alte Rathaus in Iffigheim hatte wie berichtet ergeben, dass der Erhalt des Gebäudes nur mit einem sehr hohen Kostenaufwand möglich wäre, der in keiner Relation stehen würde.

Im Kindergarten laufen laut Dorsch die Vorbereitungen für den Einbau der bereits bestellten Küche, für den Ausbau des Bauhofes wartet die Gemeinde auf die Baugenehmigung, in Seinsheim muss ein Jugendraum geschaffen werden, die Arbeiten für eine Öffnung der Friedhofsmauer in Seinsheim und für die Sanierung des denkmalgeschützten Teils werden derzeit neu ausgeschrieben und das Leichenhaus in Seinsheim wird renoviert. Für die Kläranlage in Seinsheim müsse sich der Gemeinderat über einen zusätzlichen Schlammbehälter Gedanken machen.

Im vergangenen Jahr seien zeitweise die zwölf Plätze der Kinderkrippe voll belegt gewesen. Da 2017 elf Geburten zu verzeichnen gewesen seien, sechs alleine in Tiefenstockheim, und Dorsch auch für dieses Jahr mit einigen kleinen Neubürgern rechnet, sieht der Bürgermeister auch weiterhin eine gute Auslastung. Den Kindergarten selbst hätten zum Jahresende 21 Kinder besucht.

Dorsch wies darauf hin, dass es nur noch in Wässerndorf Bauplätze gebe. Dass aber auch innerorts noch Bauen möglich sei, zeigte Dorsch am Beispiel Schwarzenberger Straße 1 in Seinsheim auf. Hier habe die Gemeinde das Grundstück erworben und Haus und Stall abgerissen. Das Grundstück sei mittlerweile wieder verkauft und es gebe einen genehmigten Bebauungsplan für ein Einfamilienhaus.

Internet noch zu langsam

Die Fertigstellung des Breitbandausbaus lasse noch auf sich warten, fertig seien dagegen die Marktgade, die dankenswerterweise der Weinbauverein mit 30000 Euro mitfinanziert habe, das Backhäuschen in Wässerndorf, die Gemeinschaftshalle in Seinsheim, die Rathausfassade in Seinsheim und die Kirchturmsanierung in Tiefenstockheim.

Dorsch freute sich zudem, dass die „Interkommunale Allianz 7/22 Südost“ Fahrt aufgenommen habe, die Bürgerbuslinie zwar 2017 weniger Fahrgäste gehabt habe gegenüber dem Vorjahr, aber dennoch gut laufe, die TraumRunde Hüttenheim-Seinsheim sich immer größerer Beliebtheit erfreue, der Tag des Bieres eine gute Werbung für Seinsheim sei, der Schuldenstand zum Jahresende 2017 nur noch 209 250 Euro betragen habe und die Zahl der Einwohner von 1035 auf 1055 gestiegen sei.

Für die Restaurierung der Orgel hatte die Katholische Kirchenverwaltung Wässerndorf einen Zuschussantrag gestellt. Gerechnet werden mit Kosten in Höhe von 55 000 Euro. Wie üblich wird die Gemeinde zehn Prozent des denkmalpflegerischen Mehraufwands, höchstens aber 1000 Euro, als Zuschuss geben.

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