BAD KISSINGEN

Großer Dank: 300 Blutspender von Christa von Thurn und Taxis ausgezeichnet

Joseph Schmer aus Dornheim hat keine Angst vor einem kleinen Pikser. Das hat er gemeinsam mit weiteren 321 Frauen und Männern, die regelmäßig und seit Jahren Blut spenden. Schmer hat sich sogar 175 Mal in den Dienst der guten Sache gestellt – und war damit der fleißigste unter den ausgezeichneten Spendern aus Unterfranken, die das Bayerische Rote Kreuz in Bad Kissingen würdigte.
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Ausgezeichnet: Mit den 14 fleißigen Spendern aus dem Landkreis Kitzingen freuen sich mehrere Vertreter des Bayerischen Roten Kreuzes, darunter dessen Präsidentin Prinzessin Christa von Thurn und Taxis (sitzend, Dritte von rechts). Foto: Foto: Edgar Bartl

Joseph Schmer aus Dornheim hat keine Angst vor einem kleinen Pikser. Das hat er gemeinsam mit weiteren 321 Frauen und Männern, die regelmäßig und seit Jahren Blut spenden. Schmer hat sich sogar 175 Mal in den Dienst der guten Sache gestellt – und war damit der fleißigste unter den ausgezeichneten Spendern aus Unterfranken, die das Bayerische Rote Kreuz in Bad Kissingen würdigte.

Darunter war auch Klaus Kiesel aus Nüdlingen. Mit 18 Jahren hat er zum ersten Mal Blut gespendet. Dass er damit Kranken oder Verletzten geholfen hat, erfüllt ihn mit Befriedigung. Der 55-Jährige hat sich nicht nur in Nüdlingen oder in Bad Kissingen bislang 150 Mal anzapfen lassen, sondern „in ganz Unterfranken“. Denn als Monteur kommt er viel herum. Nur Joseph Schmer hat öfter jeweils einen halben Liter des „ganz besonderen Lebenssaftes“ gegeben.

Ihnen dankte das Bayerische Rote Kreuz (BRK) bei einer Feierstunde. Das war wie immer „Chefin-Sache“. Für BRK-Präsidentin Christa von Thurn und Taxis war es wieder „eine große Ehre“, die Vielfach-Spender zu würdigen. Sie erhielten jeweils Ehrennadel, -plakette und -urkunde des BRK-Blutspendedienstes.

322 hätten geehrt werden sollen

Gewürdigt wurden Spender aus den Kreisverbänden Bad Kissingen (36), Aschaffenburg (39) Haßberge (41), Kitzingen (19), Main-Spessart (47), Miltenberg-Obernburg (30), Rhön-Grabfeld (32), Schweinfurt (50) und Würzburg (28). 322 hätten es sein sollen, nicht alle waren gekommen, 108 weitere hatten bereits im Vorfeld abgesagt.

Die Würdigung im festlichen Rahmen war generalstabsmäßig organisiert, zog sich aber in die Länge. Denn nicht alle Gratulanten fassten sich so kurz wie BRK-Bezirksvorsitzender Eduard Lintner: „Herzlichen Glückwunsch, vielen Dank. Bitte spenden Sie weiter Ihr Blut.“ BRK-Präsidentin Christa von Thurn und Taxis sagte, das Engagement der Geehrten sei etwas Besonderes, es rette Leben. Der Blutspendedienst (BSD) versuche alles, um Bayern täglich, sicher und kompetent mit Blutkonserven zu versorgen. Es sei bisher immer gelungen, die Qualität auf höchstem Niveau zu halten. Man sei stets bemüht, den Sicherheitsstandard so hoch wie irgend möglich zu halten.

Nach Angaben von Georg Götz, dem BSD-Geschäftsführer, werden täglich 2300 Konserven benötigt. 2012 seien bei 5200 Terminen 515 300 Spenden geleistet worden. 37 871 Menschen stellten sich erstmals in den Dienst der guten Sache. Die Blutspender nannte Götz die „stillen Helden des Alltags“.

Michael Bauch (Regierung von Unterfranken), stellvertretender Landrat Emil Müller (CSU) und Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) würdigten das Engagement. Blut sei durch nichts zu ersetzen und in der Medizin unverzichtbar. Die Spender setzten Zeichen der praktischen Lebenshilfe, sagte der Bad Kissinger Oberbürgermeister Kay Blankenburg.

Ausgezeichnete Blutspender aus dem Landkreis Kitzingen:

175 Spenden: Joseph Schmer (Dornheim); 125: Rolf-Peter Schuler (Astheim), Waldemar Reppert (Eichfeld), Benedikt Then (Sommerach), Gerhard Rügamer (Schernau); 100: Hartmut Dorsch (Martinsheim), Friedrich Paul (Wiesenbronn), Karl-Heinz Hegwein (Hörblach); 75: Renate Gielinger (Mainbernheim), Jürgen Lehrich (Obervolkach), Klaus Apfelbacher (Dettelbach), Gerald Göb (Dettelbach), Manfred Scharting (Mainsondheim), Reinhold Watzlik (Obernbreit), Klaus Conrad (Obernbreit), Jürgen Popp (Iphofen), Günter Habermann (Willanzheim), Bernd Herrmann (Greuth) und Matthias Stöcker (Rüdenhausen).

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