MÜNSTERSCHWARZACH
Im Schülergottesdienst Weihrauch verbrannt - Mehrere Rettungswagen im Einsatz

Großeinsatz nach zu viel Weihrauch: Acht Kinder erkrankt

Des Guten zu viel: Nach dem Jahresschlussgottesdienst in Münsterschwarzach war gleich mehreren Schülern übel. Acht von ihnen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert.
Artikel drucken Artikel einbetten
Kloster Münsterschwarzach
Foto: Daniel Peter
+1 Bild

Großer Schreck bei der Jahresabschlussfeier: Acht Schüler mussten nach einem Gottesdienst des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach (Lkr. Kitzingen) mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. In der Abteikirche des Klosters nahmen am Donnerstagmorgen rund 780 Schüler an einer Adventsbesinnung vor Weihnachten teil. Der Gottesdienst beschloss den letzten Schultag des Jahres, denn die Münsterschwarzacher Gymnasiasten haben bereits ab Freitag Weihnachtsferien.

Viel Weihrauch für besinnliche Stimmung

Stimmungsvoll wurden an verschiedenen Stationen in der Kirche Weihrauchkästchen angezündet, berichtet auf Nachfrage der stellvertretende Schulleiter Markus Binzenhöfer, der selbst an der Adventsfeier teilnahm. Der Weihrauch stammte aus verschiedenen Ländern als Symbol für die Missionsstandorte des Klosters in aller Welt.

Nach Ende des Gottesdienstes klagten einige Schüler über Unwohlsein, Atembeschwerden und Hustenreiz. Manche von ihnen, die bereits vorher unter Atemwegserkrankungen litten, hätten verkrampft und seien in Panik geraten, sagt Binzenhöfer. Deshalb riefen die Lehrer zuerst den Schulsanitätsdienst.

Mehr als zehn Schüler betroffen

Schulsanitäter Gwyn Thomas berichtete „von gut zehn Schülern“ mit Beschwerden. In der Folge alarmierte die Schule vorsorglich den Rettungsdienst, der mit zehn Fahrzeugen, Notarzt und Rettungshubschrauber anrückte, wie Einsatzleiter Sven Appold berichtet. Acht Schüler wurden nach Appolds Aussage in Würzburger Kliniken transportiert. 

„Die Verletzungen sind nicht lebensgefährlich“, beruhigt der Einsatzleiter. Der stellvertretende Schulleiter hegt daher die Erwartung, dass sechs der betroffenen Schüler noch am Donnerstag nach Hause dürfen; zwei sollen wohl über Nacht im Krankenhaus bleiben. Alle anderen Schüler hätten den Unterricht am Donnerstag normal fortsetzen können. Sollten jetzt noch Probleme bei Schülern auftreten, bittet die Schule die Betroffenen, sicherheitshalber zum Arzt zu gehen.

Hoffentlich Weihnachten wieder zu Hause

Binzenhöfer entschuldigt sich für den Vorfall: „Das tut uns wirklich leid.“ Das Vorbereitungsteam habe in guter Absicht eine völkerverbindende Adventsfeier geplant. In Zukunft werde man auf eine andere Art von Gottesdienstgestaltung setzen. 

Verwandte Artikel

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.