Kitzingen

Großeinsatz der Polizei: 22-jähriger Mann droht mit Suizid

Eine 18-Jährige hat am frühen Sonntagmorgen die Polizei angerufen, weil ihr Freund seinen Suizid angekündigt habe. Und er habe eine Schusswaffe dabei.
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Polizei
Großeinsatz der Polizei (Symbolfoto). Foto: Boris Roessler (dpa)

Einen Großeinsatz der Polizei hat am frühen Sonntagmorgen ein 22-Jähriger ausgelöst, der seinen Suizid angedroht hat und mit einer Schusswaffe im Stadtgebiet Kitzingen unterwegs war. Nach rund zwei Stunden konnte der Mann in Gewahrsam genommen werden, teilt das Polizeipräsidium Unterfranken mit.

Gegen 5 Uhr verständigte eine 18-Jährige am Sonntagmorgen die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken und teilte mit, dass ihr 22-jähriger Freund seinen Suizid angekündigt hat und eine Schusswaffe bei sich habe. Mehrere Streifen begaben sich daraufhin ins Stadtgebiet Kitzingen und suchten nach dem Mann.

Mann gibt Schuss in die Luft ab

Gegen 5.45 Uhr konnte der 22-Jährige im Bereich der Repperndorfer Straße auf der Bahnbrücke lokalisiert werden. Als die Streifen dem Mann gegenübertraten begab sich der Mann – der sich laut Polizei offenbar in einer psychischen Ausnahmesituation befand – in den naheliegenden Gleisbereich. Im Anschluss gab er einen Schuss in die Luft ab.

Der Bereich wurde daraufhin umgehend weiträumig abgesperrt, auch um eine Gefährdung der Bevölkerung auszuschließen. Zudem wurde der gesamte Gleisbereich für den Schienenverkehr gesperrt. Die Einsatzzentrale alarmierte umgehend ein Spezialeinsatzkommando sowie die Verhandlungsgruppe des Polizeipräsidiums Unterfranken.

Polizisten überreden den Mann, aufzugeben

Noch vor Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte konnte der 22-Jährige nach intensiver Gesprächsführung zur Aufgabe überredet werden, heißt es in dem Polizeibericht weiter. Er legte seine Waffe ab und Beamte der Polizeiinspektion Kitzingen mahmen ihn unverletzt in Gewahrsam. Seine mitgeführte Schusswaffe – nach Prüfung eine Schreckschusspistole – wurde sichergestellt.

Der 22-Jährige wurde zunächst zur Dienststelle gebracht und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert. Ermittlungen wegen eines Verstoßes nach dem Waffengesetz werden eingeleitet.

Die Polizeiinspektion Kitzingen wurde während des Einsatzes durch umliegende Dienststellen mit mehreren Streifen, die Bundespolizei und den Rettungsdienst mit 30 Mann unterstützt. Dieser war nach Angaben des BRK mit acht Rettungswagen, zwei Krankentransportwagen und einem Notarzt im Einsatz.

Wenn Sie Gedanken quälen, sich selbst das Leben zu nehmen, dann kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Ihnen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können. Der Krisendienst am Kardinal-Döpfner-Platz 1 in Würzburg ist Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr geöffnet, Tel. (0931) 571717, und täglich von 18.30 bis 00.30 Uhr ist unter derselben Nummer ein telefonischer Bereitschaftsdienst erreichbar. Zudem bietet die TelefonSeelsorge auch Hilfe online unter www.telefonseelsorge.de an.

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