KITZINGEN

„Grizzly“ rasiert den Deustergarten

Ein „Grizzly“ wühlt sich seit Dienstag durch Kitzingens teuersten Bauplatz: Das große Rodungsgerät „rasiert“ – vermutlich bis zum Ende der Woche – das in vielen Jahren gewachsene Unterholz auf dem rund 1,5 Hektar großen Deustergelände und macht im Auftrag der Stadt Kitzingen das Areal frei, auf dem die zuletzt im Stadtrat favorisierte Mehrzweckhalle entstehen könnte.
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Grobrasur: Mit großem Gerät ließ die Stadt Kitzingen am Dienstag große Teile von Kitzingens teuerstem Bauplatz roden. Mutter Natur hatte den einstigen Garten der Familie Deuster mit dichtem Gestrüpp erobert. Foto: Foto: Harald Meyer

Ein „Grizzly“ wühlt sich seit Dienstag durch Kitzingens teuersten Bauplatz: Das große Rodungsgerät „rasiert“ – vermutlich bis zum Ende der Woche – das in vielen Jahren gewachsene Unterholz auf dem rund 1,5 Hektar großen Deustergelände und macht im Auftrag der Stadt Kitzingen das Areal frei, auf dem die zuletzt im Stadtrat favorisierte Mehrzweckhalle entstehen könnte.

Dem Verdacht, die Stadt lege vor einem endgültigen Beschluss pro – oder auch kontra – Mehrzweckhalle, den späteren Bauplatz frei, tritt Bauamtsleiter Oliver Graumann auf Nachfrage entgegen: „Das ist keine bauvorbereitende Maßnahme.“ Die Stadt habe sich zur Rodung entschlossen, „um den Bewuchs nicht ausufern zu lassen“. Das wuchernde Gestrüpp habe schon Mauern in der Umgebung in Mitleidenschaft gezogen.

Die Rodung mit großem Gerät war bitter nötig. Die Natur hatte seit dem fünf Millionen Mark (gleich 2,5 Millionen Euro) teuren Kauf des Geländes zwischen Fischergasse und Nordtangente – 1997 – viel Zeit zu wuchern. Unzählige Büsche und kleine Bäumchen haben seither den einstigen Garten der Familie Deuster erobert.

Der Kahlschlag im Herzen des Deustergeländes könnte manche planerischen Probleme lösen, wenn der Stadtrat sich endgültig für eine Sporthalle (rund 2,5 Millionen Euro) oder eine Mehrzweckhalle (sieben Millionen Euro) auf dem Areal entscheiden sollte. So könnte das Areal einfacher vermessen und Bodenuntersuchungen durchgeführt werden.

Letzter Beschluss im Stadtrat: Im zweiten Quartal 2014 soll die Verwaltung einen Vorschlag für den Bau einer Mehrzweckhalle (mit Sporthalle) und einer Sporthalle vorlegen. Das Gremium wischte bei der Abstimmung damals mit 14 gegen 13 Stimmen die Stadthallen-Angebote der Betreiber des Innopark (Ex-Larson-Barracks) und des Technologieparks „conneKT“ (Ex-Harvey-Barracks) vom Tisch. Ob das so bleibt, wird sich zeigen. Etliche OB-Kandidaten sprachen sich zuletzt für Nachverhandlungen aus.

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