KITZINGEN

Greifvögel attackieren ohne Vorwarnung

Jogger, die im Frühsommer am Waldrand unterwegs sind, sollten sich in Acht nehmen. Dort werden sie leicht zum Ziel von Greifvögeln, die ihre Brut verteidigen wollen.
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Ein Greifvogel sucht bei Iphofen einen Landeplatz. Foto: Jana Niksch

Jogger, die im Frühsommer an Waldrandgebieten unterwegs sind, sollten sich in Acht nehmen. Dort werden sie leicht zum Ziel von Greifvögeln, die ihre Brut verteidigen wollen. Dies teilt das Ordnungsamt der Stadt Kitzingen mit.

Der Angriff erfolge meist in absoluter Stille und ohne jegliche Vorwarnung. Der Greifvogel stürze plötzlich und in Sekundenschnelle aus der Luft herab und fliege haarscharf über den Kopf des Joggers hinweg, heißt es in dem Pressetext.

Den Eindringling vertreiben

Meist geht es nur um einen sogenannten Scheinangriff, der Vogel fühlt sich gestört und möchte den Eindringling aus seinem Revier vertreiben. Und zwar fast ausschließlich im Frühling und Frühsommer, etwa von März bis Juni, wenn die Tiere brüten und ihre Jungen aufziehen.

Meist liegt der Horst, das Nest der Greifvögel, dann ganz in der Nähe eines Waldweges oder am Rand eines Waldgebietes und dort sehen die Vögel die Jogger als Gefahr für ihr Nest und die Jungvögel an, und so komme es dann zu der Abwehrreaktion.

Krallen werden eingesetzt

In der Regel versuchten es die Tiere erst einmal mit einem „Vergrämungsflug“: Der Vogel versucht zunächst, dem Läufer einen Schreck einzujagen. Hat das Tier das Gefühl, dass das nicht ausreicht, setzt es auch seine Krallen ein. Die Greifvögel sind jedoch keine professionellen Menschenjäger. Sie verhalten sich so, wie sie auch Artgenossen vertreiben würden. Dabei fliegen sie fast immer den höchsten Punkt an, bei Menschen also immer den Kopf.

Wanderer oder Spaziergänger werden in der Regel nicht angegriffen. Betroffen sind von solchen Angriffen meist nur Jogger, da sie durch die schnellen Bewegungen einfach gefährlicher auf die Tiere wirken.

Hinweisschilder aufgestellt

Wenn es in einem Gebiet vermehrt zu Zwischenfällen kommt, wird die Stadt Kitzingen die betreffenden Wege für die Dauer der Brutzeit absperren. Vorläufig werden nur Hinweisschilder im Sulzfelder Graben (Frohnberg) aufgestellt.

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