Lange Zeit war es in der Öffentlichkeit ruhig um den Golfclub (GC) Kitzingen gewesen – jetzt will Jürgen Golombek den Dornröschenschlaf beenden. Wie der neue Clubpräsident erklärte, soll vieles anders werden im Kitzingen Club, der seine Anlage auf dem Gelände hinter dem Innopark hat.

„Wir wollen in der Öffentlichkeit präsenter werden“, sagt Vizepräsidentin Christina Wüller. Der GC will mehr in die Medien und mit einem Partner die eigene Internetseite aufmöbeln.

Außerdem soll die sportliche Note im Club stärker betont werden, der GC Kitzingen will dabei sein, wenn der Deutsche Golfverband sich anschickt, das Liga-System auszubauen. Um alle Vorhaben zu erreichen, will die neue Führung die Arbeitsweise in Vorstand und Clubhaus modernisieren.

„Wir wollen in der Öffentlichkeit präsenter werden.“
Jürgen Golombek Präsident des Golfclubs Kitzingen

„Dazu bin ich fast wie die Jungfrau zum Kind gekommen“, kommentiert Jürgen Golombek die Turbulenzen in den vergangenen Monaten und seinen Weg an die Spitze des Vereins. Der 64-jährige Arzt aus Frickenhausen hat sich zur Verfügung gestellt, nachdem die bisherige Vorstandschaft um Dieter Will nach Auseinandersetzungen um den am Ende gescheiterten Ausschluss eines Mitglieds zurückgetreten war. Er habe dann binnen einer Woche seine Mannschaft zusammen gehabt.

In der Mitgliederversammlung am 22. Mai war die neue Führung mit Präsident Jürgen Golombek, den beiden Vizepräsidenten Christina Wüller und Wolfgang Lange sowie Schatzmeister Norbert Wagner bestätigt worden. Im Gespräch mit dem Vorstand ist eine Aufbruchstimmung zu spüren, die auf der 70 Hektar großen Golfanlage sichtbar werden soll. Golembek kündigte an, dass der GC mehr in Geräte und Maschinen investieren wolle, um die Spielbahnen und Grüns besser präparieren zu können. Dazu hatte der Club schon 2012 einen wichtigen Schritt getan. Um Witterungsproblemen zu begegnen, hatte der Club 170 000 Euro für eine Bewässerungsanlage der Spielbahnen ausgegeben. „Wir sind in der glücklichen Situation, dass die Anlage dem Club komplett gehört“, sagt Golombek. Zu verdanken hat das der – 1980 in Würzburg von Amerikanern gegründete Club – der Konversion.

1994 hatte der Club das Platzmanagement von den amerikanischen Partnern übernommen und 2007 nach dem Abzug der US-Truppen das Areal von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) günstig erwerben können.

2007 weihte der GC sein Clubhaus ein. Der Club mit seinem 320 Vollmitgliedern, 170 Jahresmitgliedern, 50 Zweit- und Fernmitgliedern sowie 100 Kindern, Jugendlichen und Studenten beschäftigt neun Mitarbeiter. Sportlich liegen die Geschicke in den Händen der Golftrainer Steven Thomas und Adnan Hajdini.