KITZINGEN/SOMMERACH

Gold lässt die Strapazen vergessen

Die zwölf Stunden Busfahrt von Budapest nach Kitzingen und Sommerach steckten allen zwar in den Knochen, doch die Goldmedaillen im Gepäck und der herzliche Empfang der Daheimgebliebenen ließen die Strapazen der Reise zur Entente Florale-Preisverleihung vergessen. Ausgiebig bis in die frühen Morgenstunden feierten die beiden Delegationen ihren Sieg in der ungarischen Hauptstadt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der große Moment auf der Bühne: Die Kitzinger mit Kirstin Weißenberger, Isabell Hüsam, OB Siegfried Müller und Walter Vierrether neben den Sommerachern mit Elmar Henke und Lena Kram am Ende der Preisverleihung.FOTOS: Lena Berger
+1 Bild

Die zwölf Stunden Busfahrt von Budapest nach Kitzingen und Sommerach steckten allen zwar in den Knochen, doch die Goldmedaillen im Gepäck und der herzliche Empfang der Daheimgebliebenen ließen die Strapazen der Reise zur Entente Florale-Preisverleihung vergessen. Ausgiebig bis in die frühen Morgenstunden feierten die beiden Delegationen ihren Sieg in der ungarischen Hauptstadt.

Langeweile kam bei den Sommerachern auf der Heimfahrt nicht auf. Einfach so könne man nicht in die Heimat zurück kommen, war die Meinung aller. Man müsse deutlich sehen, dass man die Goldmedaille gewonnen habe. Viel Kreativität und einer Rettungsdecke sei dank, bastelten fleißige Helfer für alle Teilnehmer eine goldene Schleife. Und weil Bürgermeister Elmar Henke keine Amtskette wie sein Kollege aus dem irischem Dromod sein Eigen nennen kann, bekam er eine selbstentworfene umgehängt.

Die Verleihung der Medaillen am Freitag war der Höhepunkt bei der Entente Florale. Am Samstag präsentierten sich alle 19 Teilnehmer aus elf Ländern bei einem Internationalen Markt und knüpften Kontakte. Auch die Idee einer gemeinsamen Datenbank entstand. Kitzingen und Sommerach präsentierten sich an einem gemeinsamen Stand, gaben den Interessierten Infomaterial über die Region mit – und schenkten natürlich auch Frankenwein – Kitzinger Hofrat und Sommeracher Katzenkopf – aus. „Der kam bei den Leuten besonders gut an“, sagt Bischbrunns Weinkönigin Isabell Hüsam. Gerne griffen die Besucher auch in die Schokoladen-Schachteln – oder Entente-Florale-Pralinen, wie sie Walther Vierrether nannte.

Am Samstag trafen sich die Schüler des Armin-Knab-Gymnasiums, Direktorin Margit Hofmann und Lehrer Martin Schwab mit Schülern und Studenten der Basza-Schule aus Hatvan, 60 Kilometer östlich von Budapest, zu einem Stadtrundgang.

Natürlich blieb auch Zeit, Budapest zu besichtigen. Während die Kitzinger auf eigene Faust die ungarische Hauptstadt erkundeten, führte eine Stadtführerin die Sommeracher durch Budapest, zeigte ihnen den Königspalast, die Kettenbrücke und den Heldenplatz.

Um 17 Uhr sind die Kitzinger ins Hotel zurück gefahren – mit einem von den Kindern gewünschten Zwischenstopp bei einem amerikanischen Burgerbrater. „Kaum waren wir im Hotel, haben sich die Kinder in die Fluten des Hotelpools gestürzt“, erzählt Walther Vierrether. Ebenso entspannt ließen die Erwachsenen den Abend in einem typisch ungarischen Restaurant ausklingen.

Bei einer Schifffahrt am Abend mit den italienischen, niederländischen und irischen Delegationen auf der Donau wurde eindrucksvoll deutlich, warum Budapest auch Paris des Ostens genannt wird. Der Königspalast und das Parlament waren in goldenes Licht getaucht und zeigten sich vom Wasser aus von ihrer schönsten Seite.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.