Krautheim

Gold für ein Vorbild im Dorf

Michael Feldhäuser ist seit 40 Jahren bei der Krautheimer Feuerwehr. Dafür gab's Lob von Landkreis und Stadt. Außerdem haben die Feuerwehrler zwei Wünsche.
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Seit 40 Jahren leistet Michael Feldhäuser (Mitte) Dienst bei der Feuerwehr. Er erhielt vom stellvertretenden Landrat Robert Finster (rechts) und KBM Erwin Strobel das goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen. Foto: Peter Pfannes

Ein umgestürzter Baum auf der Fahrbahn, ein schwerer Motorradunfall und eine Ölspur zwischen Krautheim und Obervolkach hielten die Kameraden der Krautheimer Feuerwehr 2018 in Trab. In der Hauptversammlung am Freitag im Gemeinschaftshaus zog Kommandant Christian Strobel Bilanz, die mit dem Dank an seine Kameraden, an die Stadt Volkach und an die Helfer des Feuerwehrvereins verbunden war.

Im Mittelpunkt des Treffens stand die Ehrung von Michael Feldhäuser durch den stellvertretenden Landrat Robert Finster. Feldhäuser leistet seit 40 Jahren aktiven Feuerwehrdienst. Der Kreischef und Kreisbrandmeister (KBM) Erwin Strobel überreichten ihm das Feuerwehrehrenzeichen des Freistaats Bayern in Gold samt Ehrenurkunde.

"Ich kenne keinen Bürgermeister, der nicht hinter seinen Feuerwehrleuten steht"

"Michael Feldhäuser ist ein Vorbild im Dorf", würdigte Finster die Leistung des Routiniers. Dieser trat 1979 in die Wehr ein und absolvierte erfolgreich den Gruppenführerlehrgang sowie diverse Leistungsprüfungen. "Auf unsere Einsatzkräfte können wir uns immer verlassen", überbrachte Finster den Dank der Bevölkerung. Die Feuerwehrleute hielten ihr Versprechen, dass sie da sind, wenn sie gebraucht werden, so Finster. Aufgrund dieser Zuverlässigkeit sei die Unterstützung durch die Kommunen überall groß. "Ich kenne keinen Bürgermeister im Landkreis, der nicht hinter seinen Feuerwehrleuten steht", so der stellvertretende Landrat.

In Krautheim leisten zurzeit 21 Aktive Dienst, darunter drei Frauen. Laut Kommandant Strobel, der sein erstes Jahr als Feuerwehrchef erfolgreich hinter sich gebracht hat, bildete sich die Wehr bei sieben Übungen fort. Beim Maibaumfest, beim Johannisfeuer und beim Bremserabend wurde auch gefeiert. In der kommenden Woche wird die Landkreisführung das Feuerwehrhaus unter die Lupe nehmen.

"Kleine Wehren sind wichtig, weil sie schnell am Einsatzort sind"

Vorsitzender Dieter Söllner erinnerte an die Notwendigkeit der Floriansjünger mit Blick auf die jüngsten Stürme. In seinem Grußwort stellte KBM Strobel klar: "Kleine Wehren sind wichtig, weil sie schnell am Einsatzort sind." Dritter Bürgermeister Udo Gebert dankte den Kameraden für großen Übungsfleiß und stete Einsatzbereitschaft.

Die Wunschliste der Krautheimer Feuerwehr im Vergleich zur Volkacher sei wesentlich "unspektakulärer", so Gebert. Zwei Wünsche hatten die Kameraden dann doch. Für das Feuerwehrhaus wünschte man sich einen Telefonanschluss. Den sagte Günther Nicola zu. "Alle Wehren im Bereich der Stadt erhalten Telefon und Fax", berichtete der Feuerwehrreferent von einer Entscheidung im Stadtrat. Ein weiterer Ausrüstungswunsch schloss das Treffen: Lederne Feuerwehrstiefel für die teilweise 40 Jahre alten Gummistiefel.

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