HELENE FEGELEIN

Glückwunsch!

Helene Fegelein aus Kirchschönbach feierte am Freitag ihren 90. Geburtstag. Zum Geburtstag gratulierten neben dem Bürgermeister zwei Töchter, vier Enkel und vier Urenkel.
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Glückwunsch!

aus Kirchschönbach feierte am Freitag ihren 90. Geburtstag. Und die sehr rüstige und schlagfertige Seniorin nutzte die Gunst der Stunde, um mit Bürgermeister René Schlehr ungeniert zu flirten. Zum Geburtstag gratulierten neben dem Bürgermeister zwei Töchter, vier Enkel und vier Urenkel. Und weil Helene Fegelein die Verwandten ihres verstorbenen Mannes Franz nicht sehr oft trifft, „nur bei Beerdigungen“, hat sie auch diese Verwandten zum Geburtstag eingeladen. Helene Fegelein wird zwar von einer ihrer Töchter bekocht und bekommt auch von ihr die Wäsche gewaschen, doch zum alten Eisen gehört sie noch lange nicht. Hellwache Augen, ein blitzgescheiter Verstand und eine flinke Zunge gehören zu den Merkmalen, die die Seniorin auszeichnen. Wegen ihres Alters ist sie auf den Rollator angewiesen, und den nutzt sie unter anderem für die regelmäßigen Kirchgänge. Bei den Seniorennachmittagen allerdings wird sie nicht allzu oft gesichtet, „da gehen doch nur alte Leute hin, was soll ich da“, sagt sie resolut. Helene Fegelein ist in Kirchschönbach geboren, und ihr gutes Gedächtnis ist eine wertvolle Hilfe für Hans Jakob Gehring, der an einer Dorfchronik arbeitet. Immer wieder ordnet sie den Menschen auf alten Bildern Namen zu, weil sie alle gekannt hat.

Mit 14 Jahren verließ sie die Schule, um von 1939 bis 1955 im elterlichen Gasthof „Zum weißen Rössel“ zu helfen. Von 1995 bis 2000 widmete sie sich ihrem eigenen Hof. Übrigens gab es in der näheren und weiteren Umgebung keine Tanzveranstaltung, bei der sie gefehlt hatte. Eine Sache hat sie in der Jugend nicht geschafft, aber das holt sie jetzt kräftig nach: sie liest oder, besser gesagt, verschlingt, was ihr an Romanen in die Finger kommt. Fließt jedoch bei einem Krimi nach drei oder vier Seiten zu viel Blut, wird er an die Seite gelegt. Eines ihrer Hobbys ist der riesige Garten, den sie noch hegt und pflegt und der ihr bei der Lektüre ihrer Romane viel Schatten spendet. gch/Foto: Laura Lechner

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