Volkach

Glückwunsch zum 95. Geburtstag: Tatjana Janecek-Batizkaja

Tatjana Janecek-Batizkaja lebt für ihre Kunst, selbst im Ruhestand. Die Bühnenbildnerin war international erfolgreich.
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Tatjana Janecek-Batizkaja aus Volkach feierte am Sonntag ihren 95. Geburtstag. Dazu gratulierte auch Bürgermeister Peter Kornell.

Tatjana Janecek-Batizkaja aus Volkach feierte am Sonntag ihren 95. Geburtstag. Es gratulierten Tochter Barbara Pape und Schwiegersohn Ingo, drei Enkel und drei Urenkel. Bürgermeister Peter Kornell überreichte einen Blumenstrauß.

Die Jubilarin lebt seit vier Jahren im Altenzentrum Bürgerspital in Volkach. Die Liebe zur Kunst zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben. Die Bildhauerin und Malerin erfreut die Kunstfreunde bis heute mit ihren einmaligen Werken. Als geborene Batizkaja kam sie am 3. Juni 1923 in Anapa im Kaukasus zur Welt. Bedingt durch den Beruf des Vaters als Versorgungsoffizier im Eismeer reiste die Familie viel. Im Zweiten Weltkrieg trennte sie sich auf der Flucht von ihrer Familie und kam nach Deutschland.

Als Fremdarbeiterin war sie zunächst in Schweinfurt, später in Würzburg eingesetzt. ln Veitshöchheim lernte sie ihren späteren Ehemann Josef Götz kennen. Nach der Scheidung von ihrem Mann lebte sie wieder in Würzburg, vervollkommnete ihre künstlerische Tätigkeit bei dem bekannten Bildhauer und Maler Friedrich Heuler und arbeitete als Bühnenbildnerin im Stadttheater Würzburg. Dort lernte sie ihren zweiten Ehemann Juri Janecek kennen. Mit ihm, der im gleichen Fach tätig war, setzte sie die Arbeit als Bühnenbildnerin und -plastikerin auch in Theatern in der Schweiz und den Niederlanden fort.

Dabei entstanden ihre bedeutendsten künstlerischen Arbeiten, wie der Zyklus „Die Namenlosen”, „Fata Morgana“ und „Allegorie im Sande“. Zahlreiche Ausstellungen im fränkischen Raum, in Frankfurt, München, Frankreich und der Schweiz folgten. Auch auf lyrischem Gebiet war sie schöpferisch tätig. Aus ihrer Feder gibt es zahlreiche Aphorismen, Gedichte und Epen – teils in russischer, teils in deutscher Sprache. Viele ihrer künstlerischen Arbeiten können in diversen Museen, darunter im Diözesan-Museum in Würzburg bewundert werden. Einige Bilder und Plastiken aus ihrem umfangreichen Werk sind im Bürgerspital ausgestellt.



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