Wenzel Eckert feierte am Sonntag in Kitzingen bei guter Gesundheit seinen 95. Geburtstag. Der Jubilar wurde in Paulusbrunn (heute Pavlùv Studenec) an der deutsch-tschechischen Grenze als Jüngstes von sechs Geschwistern geboren.

Er erlernte den Beruf des Bäckers, wurde aber bereits im Alter von 19 Jahren zur Wehrmacht eingezogen. 1942 wurde er in Russland schwer verletzt und verlor dabei seinen rechten Arm. Da er den erlernten Beruf nicht mehr ausüben konnte, wurde Eckert zunächst Heimleiter im Lehrlingsheim einer Munitionsfabrik.

Nach der Vertreibung der Deutschen kam er, mit Hilfe seines Bruders, zunächst nach Burghaslach und 1947 nach Kitzingen. Hier lernte er seine Frau Theresia kennen. Im Jahr 1948 heiratete das Paar. Die beiden Söhne Klaus und Reinhold wurden geboren, die heute mit ihren Familien in Aschaffenburg und Regensburg leben.

1949 fand der Jubilar eine Anstellung bei der ehemaligen Lederwarenfabrik Döppert und arbeitet dort 22 Jahre in der Fototaschenfertigung. Nach dem Aus für Döppert kam Eckert zur Firma Gauer, wo er bis zu seiner Rente im Büro arbeitete. Trotz seines Handicaps gehörte die Liebe des Jubilars dem Sport.

Der Club-Fan war 1955 Mitbegründer des Versehrtensportvereins Kitzingens, ist das einzige noch lebende Gründungsmitglied der sudentendeutschen Landsmannschaft in Kitzingen und Mitglied beim VdK.

Neben den Söhnen und Schwiegertöchtern, gratulierten sechs Enkel, zwei Urenkel, Freunde, Bekannte und Nachbarn. Die Glückwünsche der Stadt überbrachte Oberbürgermeister Siegfried Müller (rechts), der das Geburtstagskind schon lange persönlich kennt. Foto: Ralf Weiskopf