Buchbrunn

Glasfaseranschluss für die Schule ist viel zu teuer

Die Gebühr für Trinkwasser fällt, die Entwässerungsgebühr steigt. Mit der Kostendeckung beschäftigte sich der Gemeinderat in Buchbrunn.
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Die Gebühr für Trinkwasser fällt, die Entwässerungsgebühr steigt. Mit der Kostendeckung beschäftigte sich der Gemeinderat in Buchbrunn.

Ziel sei es, eine Kostendeckung zu erreichen, machte Bürgermeister Hermann Queck in der Sitzung deutlich. Zuletzt war das entstandene Defizit beim Trinkwasser abgebaut und ein Überschuss erwirtschaftet worden, der über Preissenkungen wieder ausgeglichen werden muss. Daher wird die Wassergebühr zum 1. Oktober um 20 Cent auf 3,30 Euro je Kubikmeter abgesenkt.

Ähnlich beim Abwasser: Der vorausberechnete höhere Gebührenbedarf wegen einer vorgeschriebenen TV-Kanalbefahrung wurde mit 2,96 Euro je Kubikmeter errechnet. Da auch im Abwasserbereich eine Überdeckung vorliegt, fiel die notwendige Erhöhung um 28 Cent auf 2,48 Euro je Kubikmeter moderat aus.

Der Gemeinderat vergab außerdem die Planungsleistungen für das Bürgerhaus an das Architekturbüro Zeltner, das bereits die Vorplanungen ausgeführt hat.

Fürs Glasfaser legte nur die Telekom ein Angebot vor

Eine rege Debatte entstand bei der Vergabe der Glasfaseranschlüsse für das Schulgebäude. Es lag nur ein Angebot der Telekom vor, die die Arbeiten für 47 146 Euro übernehmen würde; der Gemeindeanteil liegt bei 4716 Euro. Harald Kümmel ärgerte sich über das überhöhte Angebot, da es sich um nur rund 50 Meter Wegstrecke handele und im Gebäude keine Weiterleitung erfolge. Trotz der Zuschüsse von 90 Prozent gehe es um Steuergelder. Um Zeit zu sparen, wurde der Bürgermeister zwar mit der Auftragsvergabe beauftragt, er soll aber nicht benötigte Leistungen im Vertrag streichen.

Zustimmung fand die Anregung Hermann Quecks, für die Feuerwehr einen neuen Mannschaftstransportwagen zu beschaffen. Da die Gemeinden Biebelried, Buchbrunn und Mainstockheim eine gemeinsame Beschaffung von drei Fahrzeugen anstreben, fällt der Zuschuss mit 13 750 Euro höher aus. Die Kosten von 50 000 Euro werden in den Haushalt 2020 aufgenommen.

Außerdem ging es um folgende Punkte:

Der Haushalt 2018 wurde mit 2 211 625 Euro im Verwaltungs- und 3 316 223 Euro im Vermögenshaushalt abgeschlossen und geht nun in die Rechnungsprüfung.

Öffentliche Gebäude dürfen nur bis 23 Uhr beleuchtet werden 

Das Immissionsschutzgesetz sieht vor, die Beleuchtung öffentlicher Gebäude auf 23 Uhr zu begrenzen. Die Schaltzeiten werden geprüft und abgeändert.

Die Auslage des Flächennutzungsplanes "Solarpark am Laushügel" läuft noch bis zum 2. Oktober. Die fehlerhafte Flächenangabe von 53 000 Quadratmetern wurde auf den tatsächlichen Wert von 85 800 Quadratmeter abgeändert.

Das Baugebiet Gärten am Wiesenweg ist noch nicht endabgerechnet, es fehlen die letzten Ingenieurleistungen. Erst danach können die Erschließungsbeiträge erstellt werden.

Auf dem Spielplatz wurde die Kinderseilbahn aus Sicherheitsgründen abgebaut. Es wird überprüft, ob sie repariert werden kann.

Der Verursacher von Ölflecken wurde gefunden

Ölflecken auf öffentlichen Straßen hat die Gemeinde angezeigt. Der Verursacher wurde ermittelt, die Beseitigung der Flecken durch den Bauhof wird in Rechnung gestellt.

Die Neujahrssitzung des Gemeinderates hat Bürgermeister Queck auf Samstag, 4. Januar, um 18.30 Uhr in der Mehrzweckhalle terminiert.

Michael Friederich fragte nach dem Stand zur Einrichtung einer Tagespflege auf dem Areal des Frankenträubl und wandte sich dabei gegen eine voreilige Veräußerung des Grundstückes. Die Gemeinde könne seiner Musterrechnung zufolge durchaus die Tagespflege selbst stemmen. Bürgermeister Queck sah jedoch keinen Anlass das beschlossene Vorhaben des Gemeinderates erneut zu diskutieren.

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