SEINSHEIM

Gestiegene Kosten für magischen Ort

Die Verwirklichung eines weinmagischen Orts bei der Seinsheimer Kanzel soll 150 000 bis 180 000 Euro kosten. Nach dieser vom Präsidenten der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau Veitshöchheim, Hermann Kolesch, genannten Summe breitete sich erst einmal Schweigen am Seinsheimer Ratstisch und beim Weinbauverein aus.
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Weintrauben Symbolfoto
Foto: dpa

Die Verwirklichung eines weinmagischen Orts bei der Seinsheimer Kanzel soll 150 000 bis 180 000 Euro kosten. Nach dieser vom Präsidenten der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau Veitshöchheim, Hermann Kolesch, genannten Summe breitete sich erst einmal Schweigen am Seinsheimer Ratstisch und beim Weinbauverein aus.

Anfang September 2013 hatte Hermann Kolesch die Idee von „terroir f“ dem Gemeinderat vorgestellt. Ausgesuchte Orte in Frankens besten Weinlagen sollten es sein, an denen der Betrachter einen atemberaubenden Ausblick auf die Weinlandschaft genießen und magische Momente erleben könne. Ein solcher Ort könnte eben in Seinsheim an der Kanzel entstehen. Kolesch hatte im vergangenen Jahr allerdings noch von 80 000 bis 140 000 Euro gesprochen, als der Gemeinderat Ja gesagt hat und auch der Weinbauvereinsvorsitzende Klaus Schilling von der Idee angetan war.

Das damalige Ja führte zu einem Ortstermin und einem Arbeitskreis. Das Ergebnis präsentierte Kolesch nun dem Gemeinderat: Ein „Rebennest“ soll oberhalb und über der Kanzel errichtet werden.

Eine große halbrunde Plattform soll auf Stahlstützen über der Kanzel errichtet werden. Eine Treppe führt neben der Kanzel in die Plattform hinein. Das Material könnte Corten-stahl sein, auch eine Bodenplatte aus Beton kam ins Gespräch. Umrandet werden soll die Plattform von einer Stahl-Glas-Konstruktion, die mit aufgesetzten Reben verziert sein soll. Im Inneren des Rebennestes soll laut Kolesch eine digitale Einheit den Weingenuss kommunizieren.

„Jetzt oder nie“, machte Kolesch deutlich, denn momentan gebe es für ein solches Projekt den zugesagten Zuschuss. Seinsheim könnte in den Genuss eines touristischen Hinguckers aus Stahl und Holz kommen. „Das ist wie damals bei der Weinparadiesscheune ein mutiger Schritt“, weiß der Präsident, der alsbald ein Signal aus Seinsheim haben möchte, schließlich müssten die Planungen in Auftrag gegeben werden. Klaus Schilling sicherte zu, dass bis Ende des Jahres die Entscheidung des Weinbauvereins, der das Projekt nämlich finanzieren soll, feststeht.

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