KITZINGEN

Gesellenprüfung: Junge Schreiner auf dem Weg zur Spitze

14 junge Schreiner haben die Gesellenprüfung erfolgreich abgelegt. Frank Delißen, Leiter der Beruflichen Schulen Kitzingen und Ochsenfurt, gratulierte bei der Freisprechungsfeier der Schreinerinnung.
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Freigesprochene Schreiner: Die jungen Handwerker (erste Reihe von links) Roman Tschechne, Philipp Ackermann, Patrick Laschütza erhielten ihre Gesellenbriefe aus den Händen von Innungsobermeister Frank Ackermann und Prüfungsvorsitzenden Alfred Hörr. Schreinergesellen sind jetzt auch (zweite Reihe von links) Johannes Maurer, Sebastian Käppner, Nico Scheuner, Max König, Philipp Becker, sowie (dritte Reihe von links) Johannes Kablika-Schauner, Michael Schömig, Stefan Wendl, Kevin Laschütza, Benjamin Körber und Andreas Conrad. Mit ihnen freuten sich (vierte Reihe von links) Berufsschuldirektor Frank Delißen, stellvertretender Landrat Robert Finster, Handwerkskammer-Vizepräsident Walter Heußlein und Landtagsabgeordneter Otto Hünnerkopf. Foto: Foto: Hartmut Hess

„Schreiner aus Deutschland sind international Spitze und sie sind Weltmeister in der Vielfalt“, sagte Frank Delißen, Leiter der Beruflichen Schulen Kitzingen und Ochsenfurt bei der Freisprechungsfeier der Schreinerinnung. „Legen sie Begeisterung und Leidenschaft an den Tag“, riet Delißen den 14 jungen Leuten, die mit Erfolg die Gesellenprüfung bewältigt hatten.

Bei den frisch gebackenen Gesellen ragte Johannes Kablika-Schauner aus Geiselwind heraus. Er legte die beste Gesellenprüfung hin und lag auch im Wettbewerb „Gute Form“ ganz vorne. Bei der Ausstellung „Gute Form“ werden die Gesellenstücke nach Originalität, Design, Modernität und Funktionalität beurteilt.

„Wer Schreiner werden will, muss harte Bretter bohren können.“
Robert Finster stellvertretender Landrat

Johannes Kablika-Schauner beschert sein Erfolg in der Innung einen großen Auftritt. Der im Betrieb des Biebelrieders Wolfgang Bongwald ausgebildete junge Mann darf im November am Landeswettbewerb in München auf der Fachmesse „Heim + Handwerk“ teilnehmen.

Bei der „Gute Form“ belegte Nico Scheuner aus Kitzingen den zweiten Platz, vor Sebastian Käppner aus Iphofen.

In der Gesellenprüfung erreichte Johannes Maurer aus Kaltensondheim das zweitbeste Ergebnis, gefolgt von Philipp Ackermann aus Rüdenhausen. Kreishandwerksmeister Michael Bissert wertete es als gute Tradition, dass die Gesellenstücke in der Berufsschule für die Öffentlichkeit ausgestellt wurden. „Diese Stücke sind Erfolge zum Anfassen“, bemerkte Bissert.

Frank Delißen bedauerte, dass die Schülerzahlen im Handwerk für das kommende Schuljahr rückläufig sind. Der Oberstudiendirektor legte den Chefs und Meistern ans Herz, sich noch mehr um neue Auszubildende zu bemühen. Zudem sollten die Handwerksbetriebe auch Praktikaplätze zur Verfügung stellen, da sich mehrere Flüchtlinge für das Berufsgrundschuljahr angemeldet haben. Handwerkskammer-Vizepräsident Walter Heußlein forderte die Politik dazu auf, es unbürokratischer und schneller auf den Weg zu bringen, dass Asylsuchende eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis bekommen.

Innungsobermeister Frank Ackermann würdigte das Zusammenwirken von Lehrherren und Berufsschule und die Unterstützung durch Eltern und Verantwortlichen in Ausbildungsbetrieben. Dadurch hätten es die ehemaligen Auszubildenden geschafft, manche Hürden zu nehmen und manch schwierige Phasen zu meistern. Frank Ackermann wünschte den ausgelernten Schreinern Freude, Geduld und Tatkraft für die berufliche Zukunft um die Erfüllung im Schreinerhandwerk zu finden. „Schreiner sind für mich auch Künstler“, würdigte CSU-Landtagsabgeordneter Otto Hünnerkopf den Schreinerberuf.

Stellvertretender Landrat Robert Finster bemühte den Spruch: „Wer Schreiner werden will, muss harte Bretter bohren können.“ Im übertragenen Sinn gelte es auch in der Kommunalpolitik harte Bretter zu bohren oder sich mit Leuten, die Bretter vor dem Kopf haben, auseinanderzusetzen.

Freigesprochene Gesellen (in Klammern Ausbildungsbetriebe): Philipp Ackermann aus Rüdenhausen, Nico Scheuner aus Kitzingen, Michael Schömig aus Gerlachshausen (alle Firma Ackermann, Wiesenbronn), Philipp Becker aus Wiesentheid (Türelemente Appold, (Prichsenstadt), Andreas Conrad aus Marktbreit (Firma Wehr, Kaltensondheim), Johannes Kablika-Schauner (Firma Bongwald, Biebelried), Sebastian Käppner aus Iphofen (Firma Kessler, Possenheim), Max König aus Rödelsee (Firma Hartlieb, Mainbernheim), Johannes Maurer aus Kaltensondheim (Firma Herbert, Kitzingen), Roman Tschechne aus Rüdenhausen (Firma Pfriem, Schwarzach), Stefan Wendl aus Reichenberg-Fuchsstadt (Firma Kolenda & Bessler, Giebelstadt), Benjamin Körber aus Abtswind (Firma Metzger, Kitzingen), Kevin Laschütza aus Obernbreit und Patrick Laschütza aus Segnitz (bei Firma Walther, Obernbreit).

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