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Iphofen

Geschlossener Kindergarten: Briefe für Kinder und Eltern

Spielplätze zu und die Kinder daheim – irgendwann gehen den Eltern die Ideen aus. Wie gut, dass sich die Kindergärten auch aus der Ferne um ihre Schützlinge kümmern.
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Um den Buben und Mädchen die Zeit zu Hause zu erleichtern, verschicken die Iphöfer Kindergärten Briefe mit Beschäftigungsideen und Spielen an die Kinder. Eine Aufgabe: ein Bild malen. Helena hat einen Körperpolizisten gemalt. Foto: Repro Julia Lucia

Wie erkläre ich meinen Kindern die Coronakrise? Das fragen sich viele Eltern, vor allem von Kindergartenkinder. In Iphofen stellen sich die kleinen Buben und Mädchen das Virus wie einen winzigkleinen frechen Käfer vor, der verjagt wird, wenn sich keine größeren Gruppen mehr treffen. Diese Erklärung stand in einem Brief an die Kinder. Verschickt von den Iphöfer Kindergärten. "Wir versuchen so, den Kontakt mit den Kindern zu halten", erklärt Gesamtleiterin Marion Beringer.  "Und die Eltern bekommen Ideen, wie sie die Kinder zu Hause beschäftigen können."

In der ersten geschlossenen Woche haben Praktikanten mit Fahrrädern die Briefe und Bastelmaterial nach Hause gebracht. Jetzt werden nur noch Mails verschickt. Mindestens einmal die Woche erhalten die Kinder Post. Die elektronischen Briefe sind voller Bastelideen, Fingerspiele oder anderen Beschäftigungsmöglichkeiten. Auch eine kleine Wochenaufgabe wird gestellt.

Viele Ideen für Kinder und Eltern

Die nächste Herausforderung für die Kinder: eine Osterbastelarbeit. Alle Werke zusammen werden dann zu einem großen Bild für das Iphöfer Altenbetreuungszentrums (ABZ). Darüber werden sich die Bewohner sicherlich freuen, vermissen sie doch die regelmäßigen Besuche der Vorschulkinder.  "Gerade Besuche fehlen den Bewohnern sehr", sagt die ABZ-Leiterin Andrea Troll. "Das ist das schlimmste von allem." Die Kunstwerke der Kinder sind da ein Lichtblick.

Ideen haben Beringer und ihr Team noch viele, genauso wie andere Kindertagesstätten im Landkreis. Jeder Kindergarten habe sich etwas einfallen lassen, sagt Beringer. Auch die Eltern kommen dabei nicht zu kurz. Kommt Beringer etwas Interessantes oder Wissenswertes für die Eltern zwischen die Finger, wird es gleich verschickt. Denn sie freuen sich genauso über Post wie ihre Kinder. 

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