Wiesenbronn

Geschlossener Dorfladen bewegt die Wiesenbronner

Der Fortbestand des Wiesenbronner Lebensmittelladens, unter dem Namen Krämerladen bekannt, liegt allen am Herzen und bewegt die Gemüter. Das wurde auch in der Ratssitzung am Dienstagabend deutlich, als Bürgermeisterin Doris Paul von der Übergabe der Unterschriftenlistefür für den Dorfladen berichtete. Lydia und Romuald Pfrang sowie Claudia und Matthias Djuren hatten fast 400 Unterschriften gesammelt, um für das Geschäft zu werben. Der Laden ist derzeit wegen des Insolvenzverfahrens der Fritz Krämer GmbH & Co. KG,zu der der Kleinlangheimer Agrarhandel und der Wiesenbronner Laden gehören, geschlossen.
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Der Kärmerladen mitten in Wiesenbronn ist seit 24. Juni geschlossen, da der Betreiber insolvent ist. Foto: Barbara Herrmann

Der Fortbestand des Wiesenbronner Lebensmittelladens, unter dem Namen Krämerladen bekannt, liegt allen am Herzen und bewegt die Gemüter. Das wurde auch in der Ratssitzung am Dienstagabend deutlich, als Bürgermeisterin Doris Paul von der Übergabe der Unterschriftenliste  für für den Dorfladen berichtete. Lydia und Romuald Pfrang sowie Claudia und Matthias Djuren hatten fast 400 Unterschriften gesammelt, um für das Geschäft zu werben. Der Laden ist derzeit wegen des Insolvenzverfahrens der Fritz Krämer GmbH & Co. KG , zu der der Kleinlangheimer Agrarhandel und der Wiesenbronner Laden gehören, geschlossen.

Paul ging auf die wichtigste Aussage der Aktion ein: Junge Leute kaufen sich Grundstücke und Häuser in Wiesenbronn, weil die Lebensmittelversorgung vor Ort vorhanden sei. Sie erinnerte daran, dass sie zu einem Arbeitskreis Nahversorgung eingeladen habe, in dem die Problematik erörtert werden könne. Paul betonte, dass die Unterschriftenaktion nicht auf Betreiben der Gemeinde durchgeführt worden sei. Richtig sauer wurde die Bürgermeisterin, als es um ein Gerücht ging:  Nein, sie habe keine drei Interessenten für den Laden abgelehnt. "Das weise ich vehement zurück, da der Krämerladen wegen des schwebenden Involvenzverfahrens allein Sache der Familie Opfermann ist", sagte Paul. "Falls tatsächlich Interesse an einer Ladenübernahme bestünde, wäre das ein Glück."

Gemeinderat Reinhard Hüßner verwies auf der einen Seite darauf, dass ein Lebensmittelladen gut für die Lebensqualität sei. Auf der anderen Seite würden aber Beispiele anderer Ortschaften zeigen, wie problematisch ein Dorfladen sei. "Ich habe da so meine Zweifel, ob das klappt, sagte er. Anton Hell und Reinhard Fröhlich hoben hervor, dass ein Eingreifen der Gemeinde oder gar eine Übernahme des Ladens durch die Gemeinde nicht möglich seien, "da die ganze Angelegenheit nach wie vor Privatsache ist". Deutlich wurde, dass alle am Weiterbestehen des Ladens interessiert sind. 

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