240 Seiten hat ein von Ratsmitglied Franz Vogel geschriebenes „heimatliches Lesebuch“ über Markt Einersheim. Am Mittwoch stellte Vogel, der in seinem Heimatort gleichzeitig als ehrenamtlicher Archivar tätig ist, einen Probevordruck im Gemeinderat vor und erhielt dafür den Beifall seiner Ratskollegen.

Das Buch enthält vieles über die Geschichte, aber auch zahlreiche Geschichten aus Markt Einersheim, Karikaturen, Bilder, alte und neue Texte sowie alte Kartenausschnitte, beginnend im 15. Jahrhundert bis zur Neuzeit. Vogel berichtet, dass er zahlreiche „Schätze“ des Archivs gehoben habe, darunter zahlreiche Texte, die sein Vorgänger Fritz Offner, mit Schreibmaschine zu Papier gebracht habe. Diese Blätter drohten zu vergilben und unleserlich zu werden, berichtet der Autor. Inzwischen sei alles digitalisiert.

Wir-Gefühl wachrufen

Sein Ziel sei es, mit dem Buch bei den Bürgern ein Identitätsgefühl zu wecken und das Wir-Gefühl wieder wachzurufen, sagte Vogel. Bürgermeister Bruno Gamm berichtete, dass die Druckkosten für eine Auflage von rund 150 gebundenen Exemplaren bei 4844 Euro liegen. Dies würde zu einem Verkaufspreis von 32 Euro je Exemplar führen.

Er sei sich mit Vogel darüber einig, dass dieser Betrag über der „Schmerzgrenze“ mancher potenziellen Käufer liege. Gamm schlug deshalb dem Gremium vor, dass die Gemeinde die Vorfinanzierung der Druckkosten übernimmt und das Werk mit einem Betrag zwischen 1000 und 1500 Euro bezuschusst, um einen Verkaufspreis von 25 Euro zu ermöglichen. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

Ehrenbürger Nikolaus Knauf machte den Vorschlag, dass jeder Haushalt in Markt Einersheim ein Exemplar des Buches bekommen soll, und signalisierte die Bereitschaft sich dafür finanziell zu engagieren. Jetzt soll ermittelt werden, wie viele Bücher gebraucht werden.