OBERNBREIT

Gerüstet für Bahn-Verhandlungen

Es wird keine weitere Freiflächen-Photovoltaikanlagen in Obernbreit geben. Einen entsprechenden Antrag von Friedrich Brehm aus Dietersdorf, entlang der Autobahn – Großteils auf Martinsheimer, aber auf zwei Hektar auch auf Obernbreiter Gemarkung – eine solche Anlage errichten zu wollen, lehnten die Räte in ihrer Sitzung am Dienstagabend einstimmig ab.
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Züge der Deutschen Bahn
Hunderte Flüge mussten wegen der Streiks bei der Lufthansa gestrichen werden. Doch die gestrandeten Reisenden stiegen nur selten auf die Schiene um. Foto: Boris Roessler / Archiv

Es wird keine weitere Freiflächen-Photovoltaikanlagen in Obernbreit geben. Einen entsprechenden Antrag von Friedrich Brehm aus Dietersdorf, entlang der Autobahn – Großteils auf Martinsheimer, aber auf zwei Hektar auch auf Obernbreiter Gemarkung – eine solche Anlage errichten zu wollen, lehnten die Räte in ihrer Sitzung am Dienstagabend einstimmig ab.

Damit blieb der Obernbreiter Gemeinderat bei einem Beschluss aus dem Jahr 2009, keine weiteren Solaranlagen in der Landschaft mehr zu genehmigen. Matthias Walz erinnerte daran, dass es auf Obernbreiter Gemarkung bereits 40 Hektar dieser Anlage gebe. Wer in diesem Bereich investieren wolle, so Walz, der könne dies sinnvoller auf einem Dach, als in freier Natur machen.

Weitere Punkte der Sitzung waren:

• Am 23. Oktober wird es eng im Marktbreiter Lagerhaus. Wie Bürgermeister Bernhard Brückner bekannt gab, findet dann dort eine gemeinsame Sitzung der Räte aus Marktbreit, Martinsheim, Seinsheim und Obernbreit statt. Die vier Gemeinden wollen zusammen ein Sondergebiet für die Nutzung von Windkraft ausweisen. In der gemeinsamen Sitzung soll das Gutachten zu Standortanalyse vorgestellt werden.

• Ebenfalls interkommunal geht es bei der Schaffung eines gemeinsamen Gewerbegebietes zwischen Marktbreit, Obernbreit und Martinsheim im Bereich der Autobahnausfahrt zu. Eine Bürgermeisterbesprechung zusammen mit den Planern hatte ein positives Ergebnis:

Bis zum Jahr 2015 könnte der erste Gewerbebetrieb dort mit dem Bau beginnen. Allerdings nur dann, wenn die Gemeinden alle dafür nötigen Grundstücke kaufen können. Falls nicht, muss eine Umlegung erfolgen - was die Termine nach hinten schieben würde.

„Wir hoffen, dass wir mit diesem Messbericht ein stärkeres Kreuz bekommen, wenn wir mit der Bahn verhandeln.“

Bernhard Brückner Bürgermeister von Obernbreit

• Birnbäume und Pappeln haben bei den Stürmen in den vergangenen Monaten doch einige Äste geworfen. Das nimmt die Gemeinde zum Anlass, vor allem diese Baumarten von einer Fachfirma untersuchen und gegebenenfalls stutzen zu lassen. Der Auftrag ging einstimmig an die Ochsenfurter Firma Garten-Lindner.

• Das vergangene Woche vorgestellte umfangreiche Gutachten zum Bahnlärm in Marktbreit und Obernbreit (wir berichteten), erläuterte Brückner noch einmal kurz seinen Räten. „Wir hoffen, dass wir mit diesem Messbericht ein stärkeres Kreuz bekommen, wenn wir mit der Bahn verhandeln“, sagte Brückner in der Sitzung am Dienstag.

Derzeit plant die Bahn Lärmschutz von der Autobahn bis zum Marktbreiter Bahnhof und im Ortsbereich von Obernbreit. Ziel wird es sein, auch für den Bereich zwischen dem Bahnhof Marktbreit und Obernbreit und entlang des Wohngebiets Sieben Bäume noch Lärmschutz zu bekommen.

Die Kosten für die rund zwei Kilometer würden sich bei einer Schutzwand auf rund zwei Millionen Euro belaufen. Natürlich, so Brückner, wären auch weniger aufwendige Lösungen, so sie helfen, möglich.

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