IPHOFEN

Gericht lässt Hausbau zu

Der ehemalige stellvertretende Bürgermeister Iphofens, Heiner May, ist mit seinem Ansinnen gescheitert, den Bau eines Einfamilienhauses auf dem Nachbargrundstück seines landwirtschaftlichen Betriebs in Nenzenheim zu verhindern.
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Gerichtshammer
Gerichtshammer Foto: dpa

Der ehemalige stellvertretende Bürgermeister Iphofens, Heiner May, ist mit seinem Ansinnen gescheitert, den Bau eines Einfamilienhauses auf dem Nachbargrundstück seines landwirtschaftlichen Betriebs in Nenzenheim zu verhindern. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München hat die Klage des Landwirts abgewiesen, wie Iphofens Bürgermeister Josef Mend am Montag dem Bauausschuss mitteilte.

Damit ist der Weg frei für das von André Schöller und Cashanna Kürbis geplante Bauvorhaben, das bereits im Herbst 2011 auf der Agenda des Ausschusses gestanden hatte. Schon damals kündigte sich Widerstand Mays an. Der Landwirt legte fast zeitgleich einen Antrag zum Bau eines Bullenmaststalls vor und gab sich nicht damit zufrieden, dass das Landratsamt beiden Projekten eine Chance eingeräumt hatte.

Laut Mend sahen die Richter Mays Interessen durch den Bau des Wohnhauses nicht maßgeblich gestört und dessen landwirtschaftlichen Betrieb nicht beeinträchtigt. Die Stadt kann nun mit der Erschließung des Grundstücks beginnen, auf dem die jungen Leute ihr Haus errichten wollen. Gut 65 000 Euro nimmt die Stadt dafür in die Hand – zu viel für Stadtrat Rupert Maier. „Wir haben noch mehr junge Familien“, sagte er. Die Summe sei zu hoch, um ein einziges Gebäude zu erschließen.

Auf eine Klage gegen May wird die Stadt verzichten. Angeregt hatte dies Stadtrat Georg Güntner mit Hinweis auf die um acht Prozent gestiegenen Erschließungskosten für das Grundstück. „Wir sollten diese Sache nicht künstlich in die Länge ziehen“, sagte Bürgermeister Mend. „Wenn die Familie ihr Haus bauen kann, ist genug erreicht.“

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