Rödelsee

Generalentwässerungsplan für Rödelsee

Die zunehmenden Unwetter gehen auch an Rödelsee nicht spurlos vorüber.
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Die zunehmenden Unwetter gehen auch an Rödelsee nicht spurlos vorüber. Das Kanalsystem in Ortschaften wird nach bestimmten Regenereignissen und den angeschlossenen Nutzern berechnet. Bei extremen Regenereignissen reicht aber die Kapazität der Kanalisation oft nicht mehr aus. Deswegen will Rödelsee nun einen Generalentwässerungsplan erstellen lassen.

Erst am 10. Mai seien die Mischwasserkanäle überlastet gewesen, informierte Bürgermeister Burkhard Klein. Die Feuerwehr hätte einiges zu tun gehabt, sei aber für ihre effiziente Arbeit sehr gelobt worden.

Ziel müsse sein, für Rödelsee und Fröhstockheim eigene Lösungen zu finden und das Oberflächenwasser besser und früher wegzubringen, betonte Klein. Dabei müsse sorgfältig darauf geachtet werden, dass das so abgeleitete Wasser nicht an anderer Stelle und für andere ein Problem wird. Wichtig sei auch zu wissen, wann der Schwanberg auf das System drücke.

Im Vorfeld liefert laut Klein das Büro Baurconsult eine Zusammenstellung bereits vorhandener Daten. Die Erstellung des Generalentwässerungsplanes wird dann öffentlich ausgeschrieben. Da es sehr umfangreiche Ermittlungen sind, rechnet die Verwaltung mit Kosten bis zu 100 000 Euro. Der Schutz der Bevölkerung genieße Vorrang vor wünschenswerten Investitionen.

Die weiteren Tagesordnungspunkte:

Die Ortsmitte von Rödelsee soll barrierefrei werden. Dazu hatten nun Gespräche mit den Anliegern stattgefunden, in denen der Planer Marcus Viebahn Details besprochen hatte. Im Gemeinderat einigte man sich nun auf die Arbeiten, die für die Barrierefreiheit unbedingt notwendig sind, denn insgesamt könnte die Gemeinde knapp 200 000 Euro ausgeben. Im Budget sind aber nur 60 000 Euro vorgesehen. Für Bürgermeister Burkhard Klein stehen insbesondere Bereiche in der Zehntgasse und in der Wiesenbronner Straße, letztere vor allem wegen der Entwässerungssituation, auf der Prioritätenliste ganz oben. Bereits in der nächsten Wochen sollen erste Arbeiten beginnen. Pflasterarbeiten und der Einbau von Treppenstufen werden nach den Worten von Viebahn noch etwas dauern, da hier mit längeren Lieferzeiten zu rechnen ist. Einiges soll aber schon bis zum Weinfest fertig sein. Im Zuge der Arbeiten wird es auch mehr Grün im Innenort geben. Zum Beispiel sind zwei Bäume am Platz bei der katholischen Kirche geplant, um dort die Parksituation besser zu regeln und dem Anlieger eine problemlose Zufahrt zu ermöglichen. Erst einmal geschluckt haben die Ratsmitglieder, als Viebahn ihnen die Kosten für die Beweissicherung im Vorfeld der Arbeiten mitteilte. Über 11 000 Euro sind für die notwendige Dokumentation zu bezahlen.

Bis zum 30. Juni liegen noch die Planunterlagen für des Baugebiet „Schlossgrund“ öffentlich aus. Festgesetzt wird dabei ein Dorfgebiet. Im Planungsbereich befindet sich auch ein Weingut, das laut Bürgermeister Burkhard Klein Bestandschutz hat und in seiner Entwicklung auch nicht beeinträchtigt werden soll. „Jetzt geht es darum, was jeder dazu beitragen kann“, betonte der Bürgermeister. Im Weingut steht man „praktikablen Lösungen“ offen gegenüber. Ziel ist laut Klein, die Lärmschutzwand auf drei Meter reduzieren zu können. In den Festsetzungen des Bebauungsplan will man die gesetzlichen Vorgaben von drei Metern Stauraum bei Garagen einhalten. Walter Fuhrmann hätte hier gerne die ursprünglich geplanten fünf Meter gehabt. Baubeginn könnte schon im Juli sein, die Fertigstellung des Baugebiets etwa ein Jahr später.

Im zum „Schlossgrund“ benachbartem Baugebiet „Am Schlossberg“ geht es im September in die nächste mündliche Anhörung vor Gericht, informierte Bürgermeister Burkhard Klein. Bis die Schäden an Straßen und Gehwegen beseitigt werden können, wird es also noch weiter dauern.

Zustimmung gab es für eine zusätzliche Zufahrt im Baugebiet „Mönchshöflein“ von der Wiesenbronner Straße. Allerdings muss auch hier der Stauraum eingehalten werden.

Ein sicheres Aufstellen der Maibäume ist dem Gemeinderat wichtig. Deshalb werden nun bis zur nächsten Sitzung Angebote für Aufstellvorrichtungen eingeholt. Denn an der Tradition will man unbedingt festhalten, die Sicherheit müsse, so der Tenor im Gemeinderat, aber oberste Priorität haben.



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