Rödelsee

Gemeinschaftsleistung beim terroir f

Die Ausschreibungen für den magischen Ort des Frankenweins, ein sogenanntes terroir f, für Rödelsee durch das Büro arc.grün können erfolgen. Im Frühjahr 2020 soll das Projekt fertiggestellt sein.
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Im Baugebiet Schlossgrund steht bald das erste Haus. Anhängig ist noch eine Normenkontrollklage für das Baugebiet. Foto: Gerhard Krämer

Die Ausschreibungen für den magischen Ort des Frankenweins, ein sogenanntes terroir f, für Rödelsee durch das Büro arc.grün können erfolgen. Im Frühjahr 2020 soll das Projekt fertiggestellt sein.

336 258 Euro soll das Projekt kosten. 125 000 Euro gibt es als Zuschuss von der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau. Rund 54 000 Euro sind derzeit an Spenden und Beteiligungen vorhanden, den Rest trägt die Gemeinde. Derzeit liegt deren Anteil noch über dem eigentlich gedeckelten Betrag von 150 000 Euro. Bürgermeister Burkhard Klein gibt sich aber zuversichtlich, dass an Spenden und Beteiligungen noch 60 000 Euro erreicht werden.

Den in den Bürgerversammlungen erhobenen Vorwurf der Geldverschwendung wies Klein zurück. Das terroir f bringe Rödelsee sehr viel. "Man könnte sich das als i-Tüpfelchen für die Rödelseer Bemühungen vorstellen", meinte Klein. "Es gibt auch schon erste Anfragen für Trauungen in der Röhre." Mit Röhre ist das überdimensionale Fernrohr gemeint, das einen Blick auf Rödelsee freigibt. Alle Weingüter, die GWF und der Weinbauverein würden sich mit insgesamt 18 000 Euro an dem Projekt beteiligen, freute sich Klein. "Alle halten zusammen."

Parkplatz für 90 Autos

Das erste Haus im neuen Baugebiet Schlossgrund nimmt immer mehr Konturen an. Bürgermeister Klein berichtete, dass zur eingereichten Normenkontrollklage vom Rechtsanwalt des angrenzenden Weinguts Weltner wohl noch immer keine Begründung eingegangen ist.

21 Bauplätze sind laut Klein verkauft, acht seien reserviert. Drei Grundstücke seien für andere Nutzungen als reines Wohnen im Dorfgebiet vorgesehen. Dann gebe es noch die ans Weingut angrenzenden vier Grundstücke. Zwischen Weingut und Wohngebiet könnte im Oktober mit dem Bau der Lärmschutzwand begonnen werden. Klein signalisierte weiterhin Gesprächsbereitschaft seitens der Gemeinde mit dem Weingut.

Das Grundstück gegenüber des Bauhofes in Rödelsee soll nun zu einem Parkplatz werden. 90 Autos sollen dort Platz finden. Angrenzend soll eine Blühfläche von 600 Quadratmetern geschaffen werden.

Basisbetrag für Trauungen

16 Bäume sind auf dem Areal vorgesehen. Bürgermeister Klein könnte sich vorstellen, dass jedes Mitglied des Gemeinderats einen Baum spendet, damit ein "schön gestalteter Gemeinderatsplatz entsteht".

Im Baugebiet "Spies Ost" in Rödelsee weist die Erschließungsstraße laut Bürgermeister Klein teilweise starke Mängel auf, die sanierungsbedürftig sind. Jetzt soll ein Ingenieurbüro den Umfang der Sanierungsarbeiten ermitteln.

Da die Nachfrage nach Trauungen im Freien und außerhalb der üblichen Geschäftszeiten zunimmt – knapp zwei Dritttel der 30 bis 40 Trauungen in diesem Jahr werden laut Klein im Freien und an Samstagen stattfinden – werden neben den üblichen Verwaltungskosten künftig Spenden für die Aktion Rödelsee hilft verlangt. 50 Euro beträgt der Basisbetrag, 50 Euro für Trauungen am Samstag und 50 Euro für Trauungen im Freien. Ortsansässige oder gebürtige Gemeindemitglieder zahlen nur den Basisbetrag.

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