WIESENTHEID

Gemeinsam für die Zukunft

Mit einem Weihnachtsgeschenk der besonderen Art kamen Baudirektor Johannes Krüger und Energiemanagerin Stefanie Thomuscheit vom Amt für Ländliche Entwicklung in die Sitzung der Lenkungsgruppe der Arbeitsgemeinschaft Dorfschätze am 11. Dezember ins Wiesentheider Rathaus.
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Die Arbeitsgemeinschaft Dorfschätze hat als erste Kommunale Allianz Unterfrankens eine Energienutzungskonzept in Auftrag gegeben (von links): Jochen Kramer (Castell), Karl Höchner (Großlangheim), Doris Paul (Wiesenbronn), Klaus Lenz (Abtswind), Lothar Nagel (Schwarzach), Adolf Falkenstein (Prichsenstadt), Stefanie Thomuscheit (Energiemanagerin Amt für Ländliche Entwicklung), Peter Kraus (Verwaltungsleiter Wiesentheid), Baudirektor Johannes Krüger, Roland Lewandowski (Kleinlangheim), Werner Knaier (Wiesentheid) und Gerhard Ackermann (Rüdenhausen). Foto: Foto: Inge Thomaier

Mit einem Weihnachtsgeschenk der besonderen Art kamen Baudirektor Johannes Krüger und Energiemanagerin Stefanie Thomuscheit vom Amt für Ländliche Entwicklung in die Sitzung der Lenkungsgruppe der Arbeitsgemeinschaft Dorfschätze am 11. Dezember ins Wiesentheider Rathaus.

Sie überreichte dem Vorsitzenden, Wiesentheids Bürgermeister Werner Knaier, den Bewilligungsbescheid zur Förderung eines Energienutzungsplanes. Nicht wie angekündigt mit 65 Prozent, sondern mit 75 Prozent kann das Projekt gefördert werden. Direkt im Anschluss wurde der Auftrag an ein Institut für Energietechnik vergeben, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Damit ist die Arbeitsgemeinschaft die erste Kommunale Allianz in Unterfranken, die einen Energienutzungsplan in Auftrag gibt.

Die Intensive Zusammenarbeit des Amtes für Ländliche Entwicklung mit den Bürgermeistern der neun Gemeinden und der Geschäftsführerin der Dorfschätze, Inge Thomaier, habe den Startschuss noch vor Weihnachten ermöglicht. Laut Vorgabe der Regierung werden 2018 die ersten Atomkraftwerke abgeschaltet und bis 2030 soll die CO• Emissionen halbiert werden. Diese Beschlüsse müssten jetzt in den Gemeinden umgesetzt werden, so die Meldung.

Voraussetzung für spätere Maßnahmen, etwa ortsübergreifende Zusammenarbeiten in Bürgergenossenschaften, sind Voruntersuchungen in einem Energienutzungskonzept. Zu den Zielen der Arbeitsgemeinschaft gehören unter anderem die Reduzierung des CO• Ausstoßes sowie Energieeinsparungen, zum Beispiel durch Isolierung von Häusern. Dies muss zunächst in allen neun Gemeinden und den 26 Ortsteilen erfasst werden. Ende Juni sollen erste Ergebnisse vorgestellt werden.

In einem weiteren Schritt werden konkrete Maßnahmen empfohlen, die dann je nach finanziellen Möglichkeiten und entsprechenden Ressourcen umgesetzt werden. So sei beispielsweise für Prichsenstadt interessant zu wissen, ob im Rahmen der Sanierung der Ortskanalisation ein Nahwärmenetz möglich wäre und dies gleich in die Planungen mit einfließen kann.

Castell denke schon seit geraumer Zeit über Energiegewinnung in Bürgergenossenschaften nach, auch hier wird die Untersuchung zeigen, ob dies machbar ist. Auch der Gemeinderat in Wiesenbronn habe sich schon eingehend mit der Energiewende auseinandergesetzt und bekomme mit dieser Erhebung eine Basis für eventuelle Maßnahmen, heißt es abschließend.

Arbeitsgemeinschaft

Mitgliedsgemeinden der Arbeitsgemeinschaft Dorfschätze sind : Abtswind, Castell, Großlangheim, Kleinlangheim, Prichsenstadt, Rüdenhausen, Wiesenbronn, Wiesentheid.

Die Lenkungsgruppe der Arbeitsgemeinschaft besteht aus den Bürgermeistern aller neun Gemeinden und trifft sich einmal monatlich.

Im Bereich der Arbeitsgemeinschaft Dorfschätze leben 18 500 Bürger.

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