Ein dickes Werk stellte Klaus Behr vom Amt für Landwirtschaft und Forsten in Kitzingen den Wiesentheider Gemeinderäten vor. In der Sitzung präsentierte er das nun fertig gestellte Forsteinrichtungswerk. Es beinhaltet die aktuelle Bestandsaufnahme aller Wälder, die im Besitz der Kommune sind. Laut Vorschrift muss es alle 20 Jahre neu erstellt werden.

Auf rund 300 Hektar des gesamten Gemeindegebiets befindet sich der Wald. Ein Sachverständiger schaute sich in den vergangenen Monaten in den Wäldern um und erstellte das Gutachten, über die Probleme, aber auch das Positive im Bereich Wald Auskunft gibt. Den Wiesentheider Wäldern stellte der Fachmann ein insgesamt gutes Zeugnis aus.

Wichtigste Baumart ist die Kiefer, deren Bestand zwar leicht abgenommen hat, der aber nach wie vor rund 200 Hektar beträgt. Es folgen Eichen (34,6 Hektar), sowie Edellaubhölzer (17,9 Hektar). An Fichten befinden sich noch 9,3 Hektar im Gemeindewald. Forst-Fachmann Behr legte nahe, dass man in Zukunft auch in Wiesentheid je nach Standort stärker auf Laubhölzer setzen solle.

Vorrat an Holz hat die Gemeinde in ihren Wäldern genügend, so dass ein Einschlag von bis zu 1500 Festmeter pro Jahr möglich wäre, so Klaus Behr. Förster Tobias Hahner stellte im Anschluss den Forstbetriebsplan für das kommende Jahr vor. Darin sind 500 Festmeter eingerechnet, die für Selbstwerber aus dem Ort vorgesehen sind. Das gesamte Holz wird von den Waldarbeitern der Gemeinde gemacht, der Einsatz eines Holzvollernters ist nicht notwendig.

Insgesamt erwirtschaftete die Gemeinde in den letzten Jahren jeweils ein Plus beim Holz. Im Vorjahr belief es sich auf stattliche 111 000 Euro, in manchen Jahren zuvor nahm die Kommune jedoch auch deutlich weniger ein. Für nächstes Jahr ist eine Einnahme von rund 20 000 Euro vorgesehen, hieß es.