FRÖHSTOCKHEIM

Gemeinderat berät nichtöffentlich über Vorkaufsrecht

Bürgermeister Klein informierte bei Bürgerversammlung über den Schwanberg
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Sonnenaufgang beim Schwanberg, aufgenommen vom Sulzfelder Cyriakusberg aus. Foto: Jürgen Hermann

Die Stadt Iphofen hat eine Fläche von 146 Hektar, überwiegend Wald, auf dem Schwanberg gekauft. An 20 Hektar ist aber auch Rödelsee interessiert, da diese Flächen nach Ansicht der Gemeinde für die Entwicklung der Gemeinde von großer Bedeutung sind. In der Bürgerversammlung in Fröhstockheim informierte Bürgermeister Burkhard Klein nun, dass der Gemeinderat am Mittwoch in nichtöffentlicher Sitzung entscheiden wird, ob die Gemeinde von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen wird.

Eine entsprechende Satzung zum Vorkaufsrecht gebe es seit 2004, sagte Bürgermeister Burkhard Klein im vollbesetzten Vereinsheim. Klein bedauerte, dass Iphofen in keine Verhandlungen habe eintreten wollen. Er betonte, dass man einen Zugang zum Bürgerholz und damit zum Jagdrevier Rödelsee schaffen wolle. Ebenso gehe es um Biodiversität, weswegen die Wiesenflächen von großer Bedeutung seien. Des Weiteren bemühe man sich auf dem Schwanberg um die Station „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Sollte man den Zuschlag erhalten, dann könnte auch eine Seilbahn auf den Schwanberg Wirklichkeit werden.

Bislang sei die Seilbahn nur eine Idee. „Dafür muss man sich auch nicht schämen“, sagte Klein, der damit auf entsprechende Äußerungen im Fasching Bezug nahm. Bei 220000 Fahrzeugen im Jahr und hochgerechnet 320000 Besuchern im Jahr dürfe über alternative Beförderungsmöglichkeiten auf dem Schwanberg nachgedacht werden, meinte Klein. Falls die BNE-Station Wirklichkeit werde, sei mit weiteren 90000 Besuchern zu rechnen. Dann mache eine Seilbahn Sinn.

Mittlerweile scheine es eine „Bürgerinitiative Seilbahn“ zu geben. Näheres dazu wisse er nicht. Erfahren habe er davon, als ein Brief des Bundes der Steuerzahler, adressiert an die „Bürgerinitiative Seilbahn“ irrtümlich bei ihm gelandet sei. Den Bund der Steuerzahler habe man mitgeteilt, das noch nichts vergeben sei, weil es eben zum jetzigen Zeitpunkt nur eine Idee sei - „bis wir feststellen, es ist wirtschaftlich“.

Von Außen seien mittlerweile Vorschläge wie Erlebnisgastronomie, Drachenflug oder Rodelbahn gekommen. Grundsätzlich möchte der Gemeinderat einen „grünen, ruhigen Tourismus“.

Keine Nachfragen gab es auch zu Kleins Ausführungen zur Hunde-DNA, die er mit aussagekräftigen Fotos untermalt hatte. Ausführlich informierte der Bürgermeister über die sehr guten Entwicklungen in den Baugebieten, was wohl mit zum Knacken der Millionengrenze bei der Einkommenssteuerbeteiligung beigetragen hätte, die Feuerwehren, die Verlängerung des Löwenhof-Pachtvertrages, das Fairtrade-Vorhaben, Dorfladen und die Sanierung der Abwasseranlagen, für die 2019 wohl keine weiteren Beiträge mehr erhoben werden müssen. Für die anstehende Dorferneuerung in Fröhstockheim werden die Anlieger wegen der beabsichtigten Abschaffung der Straßenausbaubeiträge so wie so nicht mehr zur Kasse gebeten.

Eine Bürgerin wollte Auskunft über die „Ablagerung gefährlichen Mülls“ auf dem Gelände des Entsorgungsunternehmens. Dem will Bürgermeister Klein nachgehen. Bei der Fragerunde der Bürger wurde des Weiteren eigene Postkarten von Fröhstockheim angeregt, ebenso der Wechsel von Streusalz auf Split in bestimmten Bereichen oder eigene Wertstoffcontainer für Fröhstockheim.

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