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Wiesenbronn

Gemeinderat: Wiesenbronner Gemeindearchiv soll ins Matthäushaus

Projekte zum integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept wurden in der Sitzung unter der Anleitung von Dorfplaner Tom Buchholz besprochen. Wichtigster Punkt war die Verlegung des Wiesenbronner Gemeindearchivs ins Matthäushaus der Kirchengemeinde.
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Projekte zum integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept wurden in der Sitzung unter der Anleitung von Dorfplaner Tom Buchholz besprochen. Wichtigster Punkt war die Verlegung des Wiesenbronner Gemeindearchivs ins Matthäushaus der Kirchengemeinde.

Nach dem von Buchholz vorgestellten Konzept soll durch Pellets geheizt werden, der Eingang bleiben und anstelle der Küche ein kleines Büro entstehen, das von der politischen und kirchlichen Gemeinde genutzt werden kann. Das Gemeindearchiv kommt in den bisherigen Saal und für die Kirchengemeinde entsteht ein eigenes Archiv.

Der bisher nicht zugängliche Dachraum soll mit einer Treppe verbunden werden. Archivar Reinhard Hüßner begrüßte den Umbau und führte aus, dass es auch darum gehe, Vereinsutensilien – "zum Beispiel Fahnen, Bilder oder Dokumente" – dort unterzubringen. Ebenso sagte er, dass es optimal sei, "wenn Gemeinde- und Pfarrarchiv getrennt sind".

Anfrage an die Landeskirche

Pfarrerin Esther Meist hatte schon in einem Schreiben des Kirchenvorstands ihre Zustimmung zu dem Projekt signalisiert. Die Kosten für Umbau, Heizung, Lüftung, Boden und Baunebenkosten bezifferte Buchholz auf rund 200 000 Euro. Bürgermeister Doris Paul kündigte Gespräche mit der Landeskirche wegen einer finanziellen Förderung an.

Vorgestellt wurde die Planung zur Engstelle zwischen Rathaus und ehemaligen Anwesen Opfermann, um den Fußgängern dort mehr Sicherheit zu geben. Dazu müsste der Weg etwas breiter werden. Das soll durch Baumaßnahmen am Wohnhaus gelingen. Die Kosten dafür dürften sich auf rund 50 000 Euro belaufen.

Für eine Friedhofsglocke war eine Spende von 3000 Euro eingegangen. Der Planer schlug vor, sie in der Aussegnungshalle aufzuhängen, um keinen Turm bauen zu müssen, sondern die vorhandene Wand zu nutzen. Die Kosten einschließlich Glocke gab er mit rund 5000 Euro an. Der Rat sprach sich geschlossen dafür aus, dieses Thema weiter zu verfolgen.

Grünstreifen in der Klingenstraße

Ein Parkplatz soll auf dem Kirchberg entstehen. Die Zufahrt müsste aber über einen Privatgrund und mit einer Rampe erfolgen. Auch ein Stück des Innenhofs müsste angepasst werden, erläuterte der Architekt. Er schätzte die Kosten auf etwa 206 000 Euro. Auf die Frage, ob die Parkplätze ausreichen würden, sagte er lapidar: "Die werden nie reichen."

Eine kurze Diskussion gab es zu einer kleinen Fläche an einem Wohnhaus in der Klingenstraße. Der Planer schlug einen Grünstreifen vor, die Kosten dürften bei etwa 20 000 Euro liegen. Für das ehemalige Lehrerwohnhaus ist eine Sanierung vorgesehen, da Fenster und Fensterläden durch die Jahre in Mitleidenschaft gezogen wurden. Auch eine Seite der Fassade sei vermoost, der Putz jedoch sei in Ordnung, stellte Buchholz fest.

Er hätte auch die Planungen zur Neugestaltung des Seegartens vorgestellt, "aber wir müssen erst schauen, welchen Flächen bearbeitet werden können."

Vertrag zum Bürgerhaus-Umbau

Bei zwei Gegenstimmen wurde der Architektenvertrag mit dem Nürnberger Büro Behr, Stadelmann und Stöcker für den Umbau des Bürgerhauses in der Hauptstraße 8 beschlossen. Der Dorfplaner sagte dazu, dass es sich um einen Standardvertrag handele.

Vorgelesen wurde ein Schreiben der Soldatenkameradschaft, zur Kriegsgräbersammlung mit einer Ausstellung im Rathaus über diese zu informieren. Der Vorschlag wurde einstimmig befürwortet.

Die Bürgermeisterin gab ebenso bekannt, dass die Koffer aus Stein, die an die Deportierung jüdischer Mitbürger in der Nazi-Zeit erinnern sollen, angefertigt wurden.

Der interkommunalen Allianz "Dorfschätze" stehe für 2020 ein Regionalbudget zur Verfügung. Die Bürgermeisterin werde eine Beschilderung auf dem Friedhof beantragen und rief die Vereine auf, sich ebenfalls Gedanken über mögliche Anträge zu machen.