SULZFELD

Gemeinderat Sulzfeld entscheidet sich gegen Elektrofahrzeug

Der Sulzfelder Gemeinderat hat am Dienstag den Haushalts 2018 verabschiedet. Das Zahlenwerk hat ein Gesamtvolumen von gut vier Millionen Euro.
Artikel drucken Artikel einbetten
Illustration - Geldscheine
Ein 43-jähriger Mann aus Schweinfurt wurde vom Amtsgericht in Würzburg verurteilt, weil er geholfen hatte, eine vermögende Frau um rund 200 000 Euro zu betrügen.

Der Sulzfelder Gemeinderat folgte in der Ratssitzung am Dienstag, 12. Juni, bei der Beratung des Haushalts 2018 der Empfehlung des Finanzausschusses und verabschiedete das Zahlenwerk mit einem Gesamtvolumen von gut vier Millionen Euro. Die Energetische Sanierung der Schule, der Ausbau des Kindergartens und die Anschaffung eines neuen Feuerwehr-Löschfahrzeugs bilden heuer die größten Investitionen der Gemeinde.

Fahrbahnquerung wurde „bis auf weiteres“ zurückgestellt

Die Zuführung des erwirtschafteten Überschusses im Verwaltungshaushalt zugunsten des Vermögenshaushalts fällt heuer mit 95 800 Euro relativ niedrig aus. Trotzdem kann die Gemeinde das Investitionsprogramm von 1,2 Millionen Euro stemmen, ohne neue Schulden aufnehmen zu müssen.

Nachdem sich das Gremium zum Vorhaben einer Fahrbahnquerung an der Staatsstraße 2270 vor dem Oberen Maintor nicht einigen konnte, wurde es „bis auf weiteres“ zurückgestellt, so der Bürgermeister Gerhard Schenkel. Uwe Pfennig hatte zu diesem Thema nochmal die Bürgerschaft einladen wollen, Claudia Borchard-Wagner hielt jedoch diesen Gedanken und auch das Vorhaben für unnötig, weil dadurch keine größere Sicherheit für die Fußgänger erreicht werde.

Nein zu Elektrofahrzeug-Angebot

Ein weiteres Thema war, dass der Bauhof für den Rückschnitt von Hecken und Sträuchern ein Seitenmulchgerät braucht. Die Anschaffungskosten für ein Avant-Schlegelmulchgerät mit Seitenhubarm betragen 18 000 Euro. Die Ratsrunde ermächtigte den Bürgermeister, Angebote einzuholen und den Auftrag an den wirtschaftlichsten Anbieter zu vergeben. Die Bauhofmitarbeiter bräuchten zudem noch ein wendiges Fahrzeug, für das ein Elektrofahrzeug-Angebot im Raum stand.

Die Kitzinger Licht-, Kraft und Wasserwerke hätten das Leasing des Elektrofahrzeugs gefördert, sodass die Gemeinde 48 Monats-Leasing-Raten von 543 Euro zu tragen gehabt hätte. Die Gesamtkosten von 32 000 Euro erschienen der Ratsmehrheit jedoch zu hoch und sie lehnte den Neuwagenkauf ab. Jetzt soll die Verwaltung nach einem gebrauchten Fahrzeug, das keinen Elektroantrieb haben muss, Ausschau halten.

Notwendigkeit für neues Feuerwehrfahrzeug gegeben

Ratsmitglied und Feuerwehrkommandant Ulrich Luckert schilderte den schlechten Zustand des Tragspritzenfahrzeugs TSF-L. Die Beschlussvorlage sah 190 000 Euro als Kosten für ein neues Fahrzeug vor und bislang habe die Regierung den erwarteten Zuschuss von 42 000 Euro nicht genehmigt. Ulrich Luckert bezweifelte die hohen Kosten für das reine Fahrzeug und hoffte, diese Summe noch drücken zu können. Die Ratsrunde sah aber die Notwendigkeit für das neue TSF-L gegeben und beauftragte die Verwaltung, die Ausschreibung, Angebotseinholung und den Förderantrag vorzubereiten.

Da die Jugendlichen der Sulzfelder aufgrund von Kapazitätsproblemen nicht mehr länger die Hallenbäder in Kitzingen und Iphofen nutzen können, müssten sie nun nach Ochsenfurt ausweichen. Doch die dadurch anfallenden Kosten könne die Wasserwachts-Ortsgruppe finanziell nicht alleine schultern. Deshalb stellte sie einen Zuschussantrag an die Gemeinde. Die Ratsrunde legte den Zuschuss der Gemeinde auf 50 Euro pro Sulzfelder Schwimmer-Kind fest.

Das beauftragte Ingenieurbüro Köhl legte der Gemeinde ans Herz, die geplanten TV-Kanaluntersuchungen heuer nicht mehr auszuschreiben. Das Büro schrieb, „dass der Markt weitestgehend gestört ist“ und die Auftragsbücher aller regionalen Firmen komplett voll seien, weswegen kaum Angebote von Firmen zu erwarten seien. Die Ratsrunde folgte dem Vorschlag der Experten und verschob die Ausschreibung auf das Spätjahr mit einer Ausführungszeit im Frühjahr kommenden Jahres.



Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.