Wiesentheid

Gemeinderäte diskutierten die Zukunft des Bauhofs

Über die zukünftige Gestaltung ihres Bauhofs machten sich die Wiesentheider Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung ausführlich Gedanken. Zur Debatte stand ein Umbau am bisherigen Platz oder ein Neubau an einem alternativen Standort.
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Über die zukünftige Gestaltung ihres Bauhofs machten sich die Wiesentheider Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung ausführlich Gedanken. Zur Debatte stand ein Umbau am bisherigen Platz oder ein Neubau an einem alternativen Standort. 

Das seit Jahren von den Arbeitern genutzte Areal befindet sich mitten im Ort in der Brunnengasse, gleich am Ortsausgang Richtung Feuerbach. Die Hallen und Gebäude dort wurden früher als Schule und vorher als Lager des Arbeitsdienstes genutzt. Trotz mehrerer Umbauten und neu errichteter Gebäudeteile werden Räumlichkeiten und Flächen nach heutigen Ansprüchen zu knapp für Gerätschaften, Werkstätten und Lager der Gemeinde. Darüber waren sich die Mitglieder des Ratskollegiums einig. 

Zwei Konzepte von Ingenieurbüros 

Deshalb baten die Gemeindevertreter kürzlich zwei einheimische Ingenieurbüros um Vorschläge für ein Erweiterungskonzept. Im Rat stellte Bürgermeister Werner Knaier Ergebnisse und Zahlen vor, die bei einigen Gemeindevertretern für Überraschung sorgten. Ein Entwurf sieht vor, das bestehende Gebäude mit Anbauten zu erweitern. Die Kosten wurden auf einen Bruttobetrag von 747 600 Euro geschätzt.

Der Entwurf des zweiten Planungsbüros ging von einem Neubau aus. Dieser sieht den Abriss der vorhandenen Maschinenhalle sowie entsprechende Neubauten vor. Hierfür wurden die Baukosten von 4,1 Millionen Euro berechnet. Beide Entwürfe wurden auch den Beschäftigten des Bauhofs vorgelegt, die beide Konzepte als nicht ideal befanden. Ihre Argumente: das eingezeichnete neue Salzsilo passe nicht so recht, durch einen Anbau würde die jetzt schon schmale Einfahrt in den Hof noch schmaler. 

Weitere Planungsentwürfe sind nötig

Dem Vorschlag mit Kosten von vier Millionen Euro bei einem Neubau an gleicher Stelle könne er nicht zustimmen, meinte Peter Fechner (CSU). „Mitten im Ort sollte man an einer Engstelle nicht einen Bauhof bauen.“ Walter Rosentritt (Reupelsdorfer Liste) regte einen Neubau auf alternativer Stelle an. Auch den Neubau einer Halle außerhalb des Ortes hielt er für sinnvoll. Man könne den bisherigen Standort mit der Zeit auflösen und den Bauhof sukzessive innerhalb der nächsten Jahren nach außen verlagern. Als mögliche Fläche käme für ihn ein Grundstück zwischen der Kläranlage und der Straße nach Feuerbach in Frage.

Es räche sich nun, dass die Gemeinde nicht vor einigen Jahren den angrenzenden ehemaligen Gasthof zum Hirschen gekauft habe, monierte Michael Rückel (Freie Wähler). Ein Neubau sei bisher kein Thema gewesen. An der bisherigen Stelle komme dieser für ihn nicht in Frage: „Das wäre töricht“, sagte er. Mit dem Vorschlag, in das bisherige Gebäude das nötigste zu investieren und schrittweise auszuziehen, konnte sich auch Otto Hünnerkopf (CSU) anfreunden. Andreas Laudenbach gebot, eine Teilauslagerung prüfen zu lassen. Die Gemeinderäte einigten sich darauf, dass die Ingenieurbüros weitere Vorschläge liefern sollen.

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