Albertshofen

Gemeinde schaltet nachts die Lichter aus

Der Gemeinderat Albertshofen beschäftigte sich in seiner Sitzung im Schulungsraum des Feuerwehrhauses mit Möglichkeiten der Energieeinsparung bei gleichzeitiger Verringerung der Lichtabstrahlung.
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Der Gemeinderat Albertshofen  beschäftigte sich in seiner Sitzung im  Schulungsraum des Feuerwehrhauses mit Möglichkeiten der Energieeinsparung bei gleichzeitiger Verringerung der Lichtabstrahlung.

Gemeinderätin Barbara Hügelschäffer hatte sich in ihrem Antrag vorgestellt, jede zweite Leuchte nachts abzuschalten. Bürgermeister Horst Reuther hatte dazu bei der Main-Donau-Netzgesellschaft erfahren, dass 238 Leuchten über drei Schaltstellen gesteuert werden. Um die vorgesehene Regelung zu erreichen, müssten dem Versorger zufolge etwa 4500 Euro für Montagearbeiten investiert werden. Die Energieeinsparung liege bei etwa 920 Euro im Jahr. Gleichzeitig warnte das Unternehmen vor dem Entstehen von Hell- und Dunkelzonen, die für Mensch und Tier gefährlich werden könnten.

Aus der breit angelegten Debatte wurde ersichtlich, dass diese Form der Abschaltung unter Hinweis auf den bereits erfolgten Einbau von Strom sparenden LED-Leuchtkörpern und einer Kostenverringerung um zwei Drittel auf wenig Gegenliebe stieß.

Hügelschäffer blieb jedoch beharrlich und verwies auf allgemeine Anstrengungen, Energie einzusparen. Zudem gehe es wesentlich auch um die Lichtverschmutzung. Albertshofen solle in der VG beispielgebend vorangehen, denn das Dorf sein kein Durchgangsort. Wie Bürgermeister Reuther vertrat Doris Müller. Die Ansicht, dass dunkle Ecken entstehen können und verwies weiter auf die Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde.

Jede zweite Lampe abzuschalten wie beantragt, fand in der Abstimmung keine Mehrheit.

Ein zweiter Beschlussvorschlag von Gerhard Uhl fand Zustimmung bei fünf Gegenstimmen. Er besagt, dass in der Zeit von 1 bis 5 Uhr alle Straßenlampen abgeschaltet werden. Ausgenommen sind solche an bestehenden Gefahrenstellen. Bei besonderen Veranstaltungen wird die Beleuchtung nicht abgeschaltet.

Das Unternehmen Telefonica will die Mobilfunksendeanlage auf dem Rathaus um einen LTE-Sendemast erweitern. Barbara Hügelschäffer wandte sich energisch gegen eine weitere Verunstaltung des Gebäudes. Bürgermeister Reuther beschrieb den Standort jedoch aus Sicht des Unternehmens als zweckdienlich, zudem seien so andere Standorte ausgeschlossen. Der Gemeinderat stimmte zu.

Der Bürgermeister informierte, dass der Sand am Mainstrand ausgetauscht wurde. Die Kosten beliefen sich für 25 Tonnen Sand auf 464 Euro.

Die nächste Gemeinderatssitzung ist am 3. September, die Bürgerversammlung am 15. Oktober.

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