Castell

Gemeinde bietet Senft-Anwesen zum Kauf an

Die Gemeinde Castell wird das ehemalige Anwesen Senft in Greuth zum Kauf ausschreiben. In seiner Sitzung beschloss das der Gemeinderat. Anfangs wollte die Gemeinde das Haus selbst herrichten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das ehemalige Anwesen Senft in Castell, das sich im Besitz der Gemeinde befindet, wird zum Kauf ausgeschrieben. Foto: Andreas Stöckinger

Die Gemeinde Castell wird das ehemalige Anwesen Senft im Ortsteil Greuth zum Kauf ausschreiben. In seiner Sitzung beschloss der Casteller Gemeinderat, es mit dem Gebäude samt eines Teils des Grundstücks zunächst einmal auf diesen Weg zu versuchen. Damit reagierte das Gremium auch auf Meinungen in den kürzlich erfolgten Bürgerversammlungen. "Wir wollen es als Wohnhaus anbieten und messen aus dem gesamten Grundstück etwa 650 Quadratmeter als Teilfläche raus. Der Preis soll der normale Preis sein, den ein Bauplatz kosten würde. Das Haus wird nicht zur Rechnung gebracht", erläuterte Bürgermeister Jochen Kramer die Gedanken des Gremiums.

Zunächst wollte die Gemeinde das denkmalgeschützte Haus selbst herrichten und Wohnungen darin einrichten. Das einstige Geschäftshaus an der Hauptstraße, das aus Sandsteinen gebaut ist, steht seit etwa 15 Jahren leer. Auch im Zuge der Dorferneuerung hatte es Überlegungen gegeben, das Gebäude herzurichten. Als jedoch klar wurde, dass die Kommune damit über die anvisierten Förderprogramme keinen Zuschuss erhalte, nahm die Gemeinde angesichts der drohenden Kosten Abstand. Auf rund 660 000 Euro hatte ein Architekt diese geschätzt.

Beim Rückblick auf die Bürgerversammlungen im April erwähnte Bürgermeister Kramer, dass es wenig bis kaum Anmerkungen, oder Kritik von Seiten der Bürger gegeben habe. "Es ist wohl eine gewisse Zufriedenheit mit der Arbeit des Gemeinderates da", schloss er daraus.

Wie, und wann es mit der Dorferneuerung in Castell weitergeht, dazu wird es in Kürze eine Besprechung mit dem Amt für ländliche Entwicklung geben. Bürgermeister Kramer zeigte sich skeptisch, ob die Gemeinde noch in diesem Jahr mit der Umgestaltung des Platzes vor dem Rathaus angehen könne.

Zu Beginn der Sitzung schaute sich das Ratsgremium im Weingarten um. Das gemeindeeigene Ausflugslokal hoch über dem Ort soll eine Schutzhütte erhalten, um bei schlechtem Wetter mehr Platz für Gäste anzubieten. Derzeit wird das Fundament des sieben mal fünf Meter großen Gebäudes gemacht, als nächstes sind die Zimmererarbeiten dran. Noch im Sommer soll das Ganze fertig sein, so Bürgermeister Kramer.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.