Nordheim

Gemeinde Nordheim setzt deutliches Zeichen

Für den Bereich der Nordheimer Au wurde in der jüngsten Ratssitzung ohne Gegenstimme ein Gründordnungsplan aufgestellt und schließlich eine Veränderungssperre beschlossen.
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Für den Bereich der Nordheimer Au wurde in der jüngsten Ratssitzung ohne Gegenstimme ein Gründordnungsplan aufgestellt und schließlich eine Veränderungssperre beschlossen.

Wie Bürgermeister Guido Braun erläuterte, sieht der Plan einen Schutz für bestehende Obstbaumbestände und Sonderkulturen im Mainvorland vor. Weiterhin, so Braun, können wegen der geografischen Lage zwischen Main und den östlich angrenzenden Weinhängen nur dort naturschutzrechtliche Ausgleichsflächen für künftige Baugebiete vorgehalten werden.

Zur Sicherung der Planungsziele des Grünordnungsplanes ist eine Veränderungssperre erforderlich, betonte Braun. In dem von der Sperre betroffenen Gebiet dürfen beispielsweise innerhalb von zwei Jahren bestimmte Bauvorhaben nicht realisiert werden. Dazu gehören unter anderem Aufschüttungen und Abgrabungen größeren Umfangs sowie Ausschachtungen und Ablagerungen einschließlich Lagerstätten, erläuterte der Bürgermeister.

Begrüßt wurde der einstimmige Ratsbeschluss von den bei der Sitzung anwesenden Vertretern der BI (Bürgerinitiative) Nordheimer Au und des gemeinnützigen Vereins Erhalt der Nordheimer Au , deren Sprecher Björn Schotta betonte, dass die Gemeinde Nordheim durch den Beschluss ein deutliches Zeichen in Richtung Erhalt und Aufwertung der Nordheimer Au setzt.

Bekanntermaßen wurde im April 2015 nach Bekanntwerden der Planungen für den Sand- und Kiesabbau im besagten Gebiet durch die Kitzinger Firma Lenz- Ziegler Reifenscheid in Nordheim eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen. Zudem steht seit März 2017 der gemeinnützige Verein der Bürgerinitiative zur Seite. Hauptziel war und ist der Erhalt der Nordheimer Au als Teil der Kultur- und Naturlandschaft der Weininsel bei Volkach.

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