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Wiesenbronn

Gemeiderat gibt für Investitionen in Wiesenbronn viel Geld frei

Rekordverdächtig präsentiert sich der Wiesenbronner Haushalt für das Jahr 2020. Das liegt vor allem daran, dass der Vermögenshaushalt, der im Vorjahr bei knapp 1,2 Millionen Euro lag, auf 2,5 Millionen Euro angestiegen ist. Das ist ein Zeichen dafür, dass in der Gemeinde Wiesenbronn viel Geld für Investitionen in die Hand genommen wird.
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Rekordverdächtig präsentiert sich der Wiesenbronner Haushalt für das Jahr 2020. Das liegt vor allem daran, dass der Vermögenshaushalt, der im Vorjahr bei knapp 1,2 Millionen Euro lag, auf 2,5 Millionen Euro angestiegen ist. Das ist ein Zeichen dafür, dass in der Gemeinde Wiesenbronn viel Geld für Investitionen in die Hand genommen wird.

Der Verwaltungshaushalt ist dagegen etwas gesunken und liegt bei rund 2,1 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr waren es noch 2,3 Millionen Euro.

In der Ratssitzung im Februar war der Haushalt schon einmal Punkt für Punkt durchgesprochen worden, so dass die Vorstellung mit Antje Teutschbein, Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft (VG), zügig über die Bühne ging. Aktuelle Punkte, wie die Änderung des Etats für die Freiwillige Feuerwehr, wurden gleich vor Ort erledigt.

Einkommenssteuer bringt die meiste Einnahme

Die wichtigsten Wiesenbronner Einnahmequellen im Verwaltungsetat sind der Anteil an der Einkommenssteuer (560 000 Euro), Gewerbesteuer (200 000 Euro) und Schlüsselzuweisungen (158 716 Euro), Die Einnahmen durch die Grundsteuer A und B, der Anteil an der Umsatzsteueranteil und der Einkommensteuerersatz summieren sich auf 172 000 Euro.

Auf der Ausgabenseite stehen neben vielen weiteren Beträgen, wie zum Beispiel für den Kindergarten, die Kreisumlage (512 455 Euro), die VG-Umlage (144 150 Euro), die Umlagen des Schulverbands (110 750 Euro) und die Umlage der Gewerbesteuer (23 300 Euro).

Unter dem Strich steht im Verwaltungshaushalt ein Defizit von knapp 240 000 Euro, das durch Rücklagen aus dem Vermögenssektor ausgeglichen werden muss. Das Defizit ist unter anderem auf die Senkung von Schlüsselzuweisungen aufgrund gestiegener Steuerkraft der Gemeinde, die Senkung der Gewerbesteuer und die Steigerung der Kreisumlage zurückzuführen.

Um den Haushalt zu finanzieren, ist es notwendig, aus der Rücklage rund 1,6 Millionen Euro zu entnehmen. Da diese aber hoch sei, könne 2020 noch einmal auf die Inanspruchnahme eines Kredits verzichtet werden. "Für die kommenden Jahre werden nach heutiger Sicht Kreditaufnahmen unvermeidlich", sagte die Kämmerin.

Bürgerhaus ist im Vermögensetat der größte Posten

Größter Posten im Vermögensetat sind Erweiterungs-, Um- und Ausbauten für das Bürgerhaus in der Hauptstraße 13 mit 800 000 Euro. Die gleiche Summe ist auch für 2021 vorgesehen. Für eine eventuelle Sanierung der Kläranlage ist eine halbe Million Euro eingetragen. In diesem Fall ist nach Aussage von Bürgermeisterin Doris Paul aber noch die Analyse des Nachbarortes Castell und ein eventuell gemeinsamer Anschluss an die Kitzinger Kläranlage abzuwarten.

Für die Neugestaltung des Seegartens stehen 200 000 Euro im Plan und für den Erwerb von Grundstücken und baulichen Anlagen weitere 250 000 Euro.

Teutschbein zeigte sich erfreut über den hohen Rücklagenstand und die Schuldenfreiheit der Gemeinde. Die finanzielle Lage der Gemeinde bezeichnete sie unter Berücksichtigung der bereits begonnenen oder fest vorgesehenen Projekte als "sehr erfreulich und noch gut finanzierbar".

Auf der anderen Seite sei in den nächsten zwei Finanzplanungsjahren nicht mit einer Rücklagenzuführung zu rechnen, "wenn die Maßnahmen so durchgeführt werden, wie sie nach dem derzeitigen Stand geplant sind".