196 der 228 vorhandenen Straßenbeleuchtungspunkte sollen in diesem Jahr von Weißlicht auf Gelblicht umgebaut werden. Dieser Umbau ist notwendig, da die Europäische Union ein Verbot für quecksilberbedampfte Leuchtmittel erlassen hat. Diese Lampen sind ab dem 1. Oktober 2012 nicht mehr im Handel erhältlich.
"Die Kosten für den Umbau betragen 17 984 Euro brutto. Diese Kosten amortisieren ich nach etwa drei Jahren", informierte Bürgermeister Horst Reuther. Er erwartet durch die neuen Beleuchtungskörper eine jährliche Einsparung im Energieverbrauch in Höhe von 5840 Euro.
Barbara Hügelschäffer (SPD) ging die Einsparung nicht weit genug. Sie schlug vor, jede zweite Lampe auszuschalten, beziehungsweise ab 24 Uhr die ganze Beleuchtung komplett auszuschalten - womit sie eine lebhafte Diskussion mit unterschiedlichen Argumenten in Gang setzte.
Lothar Töpfer (Freie Wähler) erinnerte daran, dass ältere und sehbehinderte Leute auf Licht angewiesen seien. Wie schnell könne man über einen Randstein, ein Loch in der Straße oder ein anderes Hindernis stolpern oder fallen. "Und dann steht die Gemeinde in der Pflicht." Elmar Gimperlein (CSU) befürwortete Töpfers Argument. "Wir haben die Verantwortung für unsere Bürger und sind für ihre Sicherheit zuständig."
Frank Sattes erinnerte daran, dass ein punktuelles Ausschalten der Lampen wesentlich teurer sei, als alle Leuchten brennen zu lassen. "Die Zukunft sind LED-Leuchten. Doch diese kosten im Moment ein Vielfaches." Zweite Bürgermeisterin Kathrin Riedel beantragte schließlich, den Punkt bis zur August-Sitzung zurückzustellen. Bis dahin sollen die anfallenden Kosten des Ausschaltens jeder zweiten Beleuchtung, der kompletten Beleuchtung nach Mitternacht und die Anzahl der Lichtpunkte der Leuchten ermittelt werden. Mit acht zu sechs Stimmen wurde dem Antrag statt gegeben.