KITZINGEN

„Gegenwärtig wird die Toilette sporadisch gereinigt“

Die gute Nachricht ist: Am Kitzinger Bahnhof kann man wieder, wenn man mal muss. Seit gut vier Wochen ist die Toilette in Betrieb. Die schlechte Nachricht: Das anrüchige Thema ist damit noch nicht beendet. Zuletzt häuften sich Beschwerden über die Sauberkeit. Anders ausgedrückt: Das stille Bahnhofsörtchen wird kaum geputzt.
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Bahnhof Kitzingen
Unendliches Thema: Nach Monaten gibt es wieder eine Toilette im Kitzinger Bahnhof – die allerdings kaum gereinigt wird. Foto: Foto: Frank Weichhan

Die gute Nachricht ist: Am Kitzinger Bahnhof kann man wieder, wenn man mal muss. Seit gut vier Wochen ist die Toilette in Betrieb. Die schlechte Nachricht: Das anrüchige Thema ist damit noch nicht beendet. Zuletzt häuften sich Beschwerden über die Sauberkeit. Anders ausgedrückt: Das stille Bahnhofsörtchen wird kaum geputzt.

Wie eine Anfrage der Redaktion bei der Stadt Kitzingen ergab, ist dies tatsächlich so: „Gegenwärtig wird die Toilette – leider – noch sporadisch gereinigt“, so die Auskunft von Herbert Müller.

Wie es weiter heißt, holt die Stadt „derzeit Angebote für die Reinigungsleistung ein, damit die Reinigung hoffentlich ab Oktober wieder regelmäßig erfolgen kann“.

Gleichzeitig weist die Stadt darauf hin, dass sie „hier in fremdes Eigentum investiert und dies deshalb tut, weil eine Toilette an dieser Stelle erforderlich ist“. Was insofern stimmt, als sich die Bahn knallhart weigert, eine öffentliche Toilette in ihrem Bahnhof zur Verfügung zu stellen.

Das Problem verschärfte sich, als die Bahnhofsgaststätte geschlossen wurde. Zuvor hatten die Reisenden das Klo, das nicht für die Öffentlichkeit vorgesehen war, während der Öffnungszeiten gegen eine Gebühr von 50 Cent benutzen dürfen.

Anfang 2014 fasste der Stadtrat dann den Beschluss, sich um die Instandsetzung der Toilette im Bahnhof zu kümmern – eineinhalb Jahre später ist es endlich geschafft.

Die Bahn scheint längst das Interesse an der Liegenschaft veloren zu haben. Der Versuch, das Gebäude zu verkaufen, scheiterte. Ähnlich kompliziert ist das Thema Bahnhofsumfeld: Seit 2007 beschäftigt sich der Kitzinger Stadtrat mit diesem heißen Eisen – passiert ist seither herzlich wenig.

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