Kitzingen

Gefährliches Pflaster vor dem "Walfisch"

Tiefe Fugen und lose Pflastersteine in Etwashausen beschäftigten am Donnerstag den Kitzinger Bauausschuss. Ein Problem, das sich nicht von heute auf morgen lösen lässt.
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Gefahrenstelle: Loses Pflaster und breite Fugen weist die Schwarzacher Straße in Etwashausen auf.  Foto: Manfred Freitag
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Manfred Freitag (FW-FBW) hatte am Donnerstagabend eindrückliche Bilder in den Verwaltungs- und Bauausschuss mitgebracht: Sie zeigen Fugen im Pflasterbelag der Schwarzacher Straße in Etwashausen, etwa auf Höhe des Gasthauses "Walfisch". Freitag, passionierter Radfahrer, hat schon mehrmals erlebt, wie locker dort die Steine liegen und welch breite und tiefe Fugen sich auftun. Sein Fazit, dass er mit Fotos belegte: Jederzeit könne ein Radler in diese Fugen fahren, die felgentief sind, und in der Folge stürzen. Deshalb hatte er den Eilantrag auf baldige Ausbesserung des Belags gestellt.

Gefahr für Radler

Andere Ausschussmitglieder bestätigten Freitags Beobachtungen. Selbst beim Überfahren des Pflasters mit dem Auto sei zu spüren, wie lose es sei. Der Sitzungsleiter, Bürgermeister Stefan Güntner, gab zu, "dass man das nicht lassen kann". Allerdings hätten sich auf bisherige Ausschreibungen der Stadt keine Firmen um die Arbeiten beworben. Stattdessen habe der Bauhof wiederholt notdürftig nachgebessert, was aber nicht lange halte.

Thomas Rank (CSU) glaubt, den Grund für das mangelnde Firmeninteresse zu kennen: "Die Ausschreibungen waren untauglich." Man könne das Pflaster nicht, wie von der Stadt gefordert, nur mit Mörtel verfüllen. Vielmehr müsse man den Unterbau grundlegend erneuern. Die Asphaltschicht unter dem Pflaster verhindere einen Abfluss von Regenwasser. Gerade bei Starkregen käme dann der Belag ins Schwimmen. 

Am Ende sagte Güntner zu, dass die Stadt eine schnelle provisorische Lösung finden werde, um die Gefahr zu minimieren. Dann werde man nach einer endgültigen Lösung suchen. Tatsächlich bestätigte Freitag, dass die Pflasterfugen tags darauf bereits verfüllt worden seien. Die grundlegende Sanierung kann erst nach einer neuen Ausschreibung erfolgen. 

Pflege für Senioren – Betreuung für Kinder

Zwei Anfragen hatte Astrid Glos (SPD) an die Verwaltung: Sie wollte den Stand der Verhandlungen in Sachen ehemalige Musikschule in der Schreibersgasse und Tagespflege in der Armin-Knab-Straße wissen. Bauamtsleiter Oliver Graumann erklärte, dass der Umbau der ehemaligen Musikschule zu einem Kindergarten nach einer Nutzungsänderung erfolgen könne. Dazu seien Fragen des Brandschutzes zu klären. Eine Tagespflege in der Siedlung sei in Vorbereitung, nachdem nun die Finanzierung geklärt sei. Die Stadt arbeite gerade einen Vertrag aus und passe dann den Bebauungsplan an.

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