Den Willanzheimer Bürgern steht eine Anhebung der Abwassergebühr ins Haus, denn der Gemeinderat diskutierte darüber in seiner Sitzung am Montag. Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert trug ihren Ratskollegen die Fakten vor. In der Dezember-Sitzung wird dann die Entscheidung fallen, weil der Beschluss heuer noch fallen muss, damit die neue Gebührensatzung zum 1. Januar 2015 in Kraft treten kann.

Die Bürgermeisterin informierte, dass nach vier Jahren die Neukalkulation der Abwassergebühren im kommenden Jahr ansteht. In die Kalkulation fließen Investitionen wie das Regenüberlaufbecken in Willanzheim mit 135 000 Euro ein.

Dagegen waren sich die Räte noch uneins darüber, ob die Abwasser-Erschließungskosten für das Baugebiet „Wegäcker II“ in Markt Herrnsheim einkalkuliert werden sollen. Verwaltungs-Chef Leo Eckert hatte vorgeschlagen, diese Kosten nicht zu berücksichtigen.

Daneben ergaben sich Defizite aus den Vorjahren, zudem seien auch die Kosten für Strom und die Entsorgung gestiegen. Deswegen komme die Gemeinde nicht um eine moderate Erhöhung herum.

Die vorgelegten Zahlen der Kalkulation sehen vor, die bisherige Abwassergebühr von 1,98 Euro pro Kubikmeter auf künftig 2,23 Euro anzuheben, wenn das Baugebiet nicht mit eingerechnet wird. Die Bürgermeisterin teilte mit, dass der Deckungsgrad beim Frischwasser in Ordnung sei und der Preis dafür auf dem bisherigen Niveau bleiben kann.

Die Räte behandelten noch folgende Punkte:

• Die Deutsche Telekom informierte aktuell, dass sie jetzt keinen neuen und höheren Funkmasten für Hüttenheim mehr plant. Denn die Telekom will jetzt alternativ einen auf dem Grundstück der Fernwasserversorgung Franken bereits bestehenden Masten setzen, der unter zehn Meter hoch ist und die Funkantenne damit genehmigungsfrei sei. Die Gemeinde nimmt diese Wahl zur Kenntnis und möchte von der Telekom zu gegebener Zeit Planunterlagen haben. Grundsätzlich könne die Gemeinde die Anlage baurechtlich nicht ablehnen, die Telekom müsse nur die technischen Unterlagen vorlegen.

• Die Bürgermeisterin sagte in der Sitzung, dass die Sanierung des Betriebsgebäudes in der Hüttenheimer Kläranlage abgeschlossen ist. Die Arbeiten seien für die Bauhof-Mitarbeiter kein Zuckerschlecken gewesen und haben bislang 4800 Euro gekostet, dazu komme noch die Spengler-Rechnung.