Obervolkach

Gaston Bindele nimmt Abschied mit Wehmut und Vorfreude

Pfarrer Gaston Bindele verlässt die Pfarreiengemeinschaft "Oberes Volkach St. Urban". Ab 1. September wird der Seelsorger in der Rhön tätig sein. Dort übernimmt er auf Wunsch von Bischof Franz Jung die Aufgaben im Pfarreienraum Bad Neustadt/Saale. 13 Jahre war der aus Kamerun stammende Geistliche in den Volkacher Stadtteilen Obervolkach, Rimbach und Gaibach tätig. Am Sonntag, 28. Juli, wird Pfarrer Bindele im Gottesdienst in Rimbach verabschiedet (10.15 Uhr).
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Freundlich und humorvoll: So kennen die Obervolkacher, Rimbacher und Gaibacher ihren Pfarrer Gaston Bindele. Foto: Peter Pfannes
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Pfarrer Gaston Bindele verlässt die Pfarreiengemeinschaft "Oberes Volkach St. Urban". Ab 1. September wird der Seelsorger in der Rhön tätig sein. Dort übernimmt er auf Wunsch von Bischof Franz Jung die Aufgaben im Pfarreienraum Bad Neustadt/Saale. 13 Jahre war der aus Kamerun stammende Geistliche in den Volkacher Stadtteilen Obervolkach, Rimbach und Gaibach tätig. Am Sonntag, 28. Juli, wird Pfarrer Bindele im Gottesdienst in Rimbach verabschiedet (10.15 Uhr).

Im Dezember 2006 war Pfarrer Bindele als Nachfolger von Pater Joseph Potthatuparambil ins Obervolkacher Pfarrhaus eingezogen. Mit der Einweihung der Flurkapelle Jesus auf der Wies begann die seelsorgerische Arbeit des damals 36-Jährigen. "Die Menschen in den Dörfern haben mich sehr freundlich aufgenommen.", erinnert er sich. "Ich hatte keine Probleme mich zu integrieren."

Gerne denkt der Geistliche an viele Trainingseinheiten zurück, die er in seiner Freizeit auf dem Fußballplatz des örtlichen Sportvereins absolvierte. Dabei habe er sich fit halten können und viele Freundschaften geknüpft. Noch heute unternimmt er mit Sportlern aus dem Verein regelmäßig Fahrradtouren. Im Chor des Gesangvereins Frohsinn Obervolkach setzt er bis heute mit seiner Tenorstimme Akzente.

Besonders zu schätzen weiß Pfarrer Bindele die Hilfsbereitschaft in Obervolkach. Wenn es beispielsweise darum ging, Holz für die kalten Wintermonate fürs Pfarrhaus zu machen, dann waren immer Helfer da. Als Höhepunkte nennt er sein zehnjähriges Priesterjubiläum 2007 und seinen 40. Geburtstag, den er 2010 gemeinsam mit den Einheimischen feierte. Am meisten liebt er die Gespräche mit den Menschen in den Ortschaften, die Festlichkeiten und Zusammenkünfte. "Ich lache einfach gerne", denkt er auch an die vielen Faschingssitzungen der Karnevalsvereinigung zurück, die er alljährlich besuchte. Die 13 Kommunionfeiern, Taufen und Eheschließungen wird er nicht vergessen. Ein voll besetztes Gotteshaus an Ostern, Pfingsten und Weihnachten lassen sein Herz höher schlagen. Freuen würde er sich auch darüber, wenn noch mehr junge Leute in die Kirche gehen würden.

Mit etwas Wehmut verlässt er St. Urban, hat er doch viele Freunde dort gefunden. Aber auch auf seinen neuen Aufgabenbereich in der Rhön freut sich "von Herzen". Mit ganzer Kraft will er sich dort auf seine neue Arbeit konzentrieren.

Pfarrer Bindele wurde in Ovangoul (Kamerun) geboren und am 2. August 1997 in seinem Heimatbistum Mbalmajo zum Priester geweiht. Aufgewachsen ist er in einer großen Familie mit sieben Geschwistern. Nach der Priesterweihe studierte er Theologie an der katholischen Universität Jaunde. Seine Deutschkenntnisse erwarb er an der Würzburger Julius-Maximilians-Universität.

Für die Pfarreiengemeinschaft "Oberes Volkach St. Urban" bedeutet der Weggang von Pfarrer Bindele den Beginn einer nicht vorhersehbar langen Vakanz. "Diese Woche findet ein Gespräch mit den Vertretern von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung der drei Gemeinden mit den Verantwortlichen des Pastoralen Raumes Sankt Benedikt statt", erklärt Kirchenpfleger Wolfgang Thaler. Man hoffe auf gute Zusammenarbeit und freue sich auf neue Impulse. Thaler ist überzeugt, dass "das christliche Leben in unseren Gemeinden nicht unter der neuen Situation leidet". Wahrscheinlich wird künftig nicht jeden Sonntag eine heilige Messe stattfinden können. Seine Devise: "Seien wir positiv gestimmt und nutzen wir die Chance auf Veränderung."

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