MAINSTOCKHEIM

Gartenliebhaber entdecken Mainstockheim

„Bisher lag Mainstockheim nicht auf der Landkarte für Gartentouristen“, sagte Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs zu über 30 passionierten Gartenbesitzern aus dem Landkreis. Die hatten ihre eigenen Gärten im Juni zum „Tag der offenen Gartentür“ geöffnet und Hunderte von Besuchern begeistert. Zum Dank lud der Kreisverband für Obst-, Gartenbau und Landespflege mit der Kreisfachberaterin für Gartenkultur, Mechthild Engert, zum Besuch in Mainstockheim ein.
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Frisches Grün: Gartenfreunde zu Besuch in den gewachsenen Schätzen von Mainstockheim. Foto: Foto: Mechthild Engert

„Bisher lag Mainstockheim nicht auf der Landkarte für Gartentouristen“, sagte Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs zu über 30 passionierten Gartenbesitzern aus dem Landkreis. Die hatten ihre eigenen Gärten im Juni zum „Tag der offenen Gartentür“ geöffnet und Hunderte von Besuchern begeistert. Zum Dank lud der Kreisverband für Obst-, Gartenbau und Landespflege mit der Kreisfachberaterin für Gartenkultur, Mechthild Engert, zum Besuch in Mainstockheim ein.

Am Kirchberg empfing Pfarrer Claus Deininger die Besucher. Hier erfuhren sie einiges über die Kirchengeschichte des Ortes, der 1528 evangelisch wurde. Die Kirche St. Jakobus wurde im 18. Jahrhundert im Markgrafenstil erweitert. Mit der Reformation ging die Verlegung des Friedhofes einher, vor die Mauern der Kirchenburg. Seit über 400 Jahren bedecken die Gräber den steilen Hang entlang des Riedbaches.

Die besondere Stimmung des Friedhofes, mit seiner Lage, historischen Grabsteinen, Gruftanlagen und dem alten Baumbestand überraschte die Besucher, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Helgard Grunert, Mitglied im Kirchenvorstand, schilderte die Ideen für den Erhalt und die Weiterführung des Friedhofes. An den Mauern der ehemaligen Kirchenburg legten freiwillige Helfer um Peter Goblirsch einen Bibelgarten an. Hier wachsen Pflanzen, die in der Bibel erwähnt werden. Zwölf Sitze symbolisieren die zwölf Apostel.

Zu Fuß ging es weiter am Hausberg entlang, über den Dächern Mainstockheims an den Weinbergen vorbei zum Schloss Ebracher Hof. Gabriele Brandner erläuterte das Konzept des Seniorenwohnheims, das im Schloss und in einem Neubau untergebracht ist. Peter Brandner und Mellinda Hillion führten durch den terrassierten Garten, der um 1730 in der noch heute sichtbaren Form angelegt worden war.

Der Barockgarten, das laut Pressetext älteste Gartendenkmal im Kitzinger Land, wird seit fünf Jahren behutsam saniert. Noch ist viel zu tun, die Balustraden der Terrassenmauern, die Treppen und die Brunnenanlagen müssen wieder hergestellt werden. Aus den Quellen oberhalb des Schlosses speisten die Zisterzienser Wasserläufe, Kaskaden, Grotten und einen Teich.

Ganz im Geist der Zisterzienser, das Land zu kultivieren und sich aus eigener Kraft zu versorgen, ist nun wieder Leben in den Garten gekehrt. Senioren und die Kindergartenkinder bewirtschaften einen Teil als Nutzgarten. Dazu wurden zahlreiche Bienenstöcke aufgestellt.

Zum Abschluss lud der Kreisverband zu Kaffee und Kuchen. Mellinda Hillion und ihr Team zauberten Köstlichkeiten ganz aus den Früchten des eigenen Gartens. Zurück ging es entlang der Grabendammgärten am Mainradweg, vorbei an vielfältig bepflanzten Nutzgärten.

„Wir waren völlig überzeugt, dass es in Mainstockheim Vieles zu sehen gibt, was auch Garten-Profis so nicht kennen. Sie haben unsere Erwartungen noch weit übertroffen“, bedankte sich Monika Weidt, die Vorsitzende des Kreisverbandes.

Mainstockheim erhält am heutigen Samstag die Silbermedaille des Bezirksentscheides „Unser Dorf hat Zukunft“. Gewürdigt werden nicht nur Grüngestaltung und Gärten.

Wer beim nächsten Tag der offenen Gartentür, 28. Juni 2015, seinen Garten öffnen möchte, meldet sich bei Kreisfachberaterin Mechthild Engert unter Tel. (0 93 21) 928-42 05 oder per Fax: mechthild.engert@kitzingen.de.

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