Albertshofen

Gartenbau als Aushängeschild in Albertshofen

Beim Tag der offenen Gärtnereien zeigten die regionalen Erzeuger, wie spezialisierte Landwirtschaft ganz modern funktioniert.
Artikel drucken Artikel einbetten

Auch wenn Albertshofen in diesem Jahr sein 700-jähriges Jubiläum feiert: Beim Tag der offenen Gärtnereien zeigten die regionalen Erzeuger, wie spezialisierte Landwirtschaft ganz modern funktioniert. Ob im Glashaus, im Freiland oder unter Folie: Ohne moderne Technik geht so gut wie nichts mehr, wobei aber umweltschonende Aspekte und der Einsatz von Nützlingen immer größere Rolle spielen.

Ein gutes Dutzend Gartenbaubetriebe hatte für die Besucher ihre Pforten geöffnet, dazu kamen Betriebsbesichtigungen in der Brauerei, beim Wasserbeschaffungsverband und beim Amt für Landwirtschaft, das in Albertshofen eine Wetterstation betreibt, dabei Bodentemperaturen misst, um die Qualitätserzeugung von Spargel zu erhöhen.

Über Landkreisgrenzen bekannt

Der Rundgang zeigte auch, wie wichtig Spezialisierung ist. Treibhaushallen nur mit Salatgurken, mit Kresse oder mit Setzlingen, die hier nur vorproduziert und in anderen Betrieben verarbeitet werden, sind Teil des Spektrums, das in Albertshofen immer noch auch im Freiland produziert wird und das den Ruf der Gärtnergemeinde über die Landesgrenzen bekannt gemacht hat.

Wie es dazu kam, schilderte Bürgermeister Horst Reuther in seiner Begrüßung zur ersten großen Veranstaltung im Jubiläumsjahr. Denn noch im 17. Jahrhundert hatte Albertshofen rund 70 Hektar Weinbaufläche. Der Weinbau wich dem Obstanbau und hier vor allem der Zwetschge. Damit wurde Albertshofen bekannt, die geschälten oder getrockneten Früchte waren ebenso eine Spezialität wie der Schnaps.

Alle Obstbäume erfroren

Im Winter 1928/1929 erfroren aber fast alle Obstbäume. Der nächste Wechsel stand an – die Albertshöfer widmeten sich dem Gartenbau. Der Vorteil der Gemeinde am Main war das eingeführte Bewässerungssystem, das zum Wasserbeschaffungsverband führte. Mit rund 380 Hektar verfügt Albertshofen über die größte zusammenhängende Feldberegnungsanlage Bayerns.

Seit einigen Jahren gibt es wieder Weinbau, mit rund 16 Hektar allerdings weniger als früher. Doch schloss sich für Reuther mit dem Weinbergsbaum des Jahres, der Zwetschge, im Albertshöfer Jubiläumsjahr ein Kreis. Was lag da näher, als mit Ehrengast Landrätin Tamara Bischof im nahe gelegenen Weinberg Zwetschgenbäume zu pflanzen.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.