KITZINGEN

Gärtnern bis die Polizei kommt

Die Kitzinger sind bei den Aktionen rund um den Wettbewerb Entente Florale dabei. Sie haben ein Auge auf das, was dabei entsteht. Das gilt für die essbaren Beete, die auch 2013 schon zum Programm gehörten. Da wurde schon mal die Polizei gerufen, weil ein Kitzinger einen vermeintlich illegalen Gärtner bei der ebenso illegalen Ernte erwischt zu haben glaubte.
Artikel drucken Artikel einbetten
Entente Florale: Die Mitglieder der Kitzinger Tafel sind auch in diesem Jahr beim Wettbewerb Entente Florale dabei. Sie legen Gemüsebeete an und betreuen sie das Jahr über. Aktiv sind im Bild von links: Stadtgärtner Johannes Lindner, Aloisia Ihrig-Braune, Klaus Ihrig, Tafel-Vorsitzender Manfred Seigner, Helene Schamann und Carola Stetting. Foto: Foto: Siegfried Sebelka

Die Kitzinger sind bei den Aktionen rund um den Wettbewerb Entente Florale dabei. Sie haben ein Auge auf das, was dabei entsteht. Das gilt für die essbaren Beete, die auch 2013 schon zum Programm gehörten. Da wurde schon mal die Polizei gerufen, weil ein Kitzinger einen vermeintlich illegalen Gärtner bei der ebenso illegalen Ernte erwischt zu haben glaubte.

Der Täter war allerdings ein Mitglied der Kitzinger Tafel mit der Lizenz zum Jäten und Ernten. Die polizeiliche Kontrolle hat die Mitglieder der Kitzinger Tafel übrigens nicht davon abgehalten, auch in diesem Jahr wieder bei der Entente Florale dabei zu sein. Der Startschuss für die essbaren Beete 2014 fiel jetzt im Rosengarten.

Dort hat Stadtgärtner Johannes Lindner ein Salatbeet mit Blick auf den Falterturm bepflanzt. Tafel-Chef Manfred Seigner und seine Leute werden das Beet betreuen. Je nach Witterung zwischen 20 bis 25 Tagen wird es dauern, bis der der widerstandsfähige Salat der Sorte Lollo Rosso erntereif ist. Allerdings ist es auch angesichts des relativ frühen Pflanztermins möglich, dass der Frost noch einen Strich durch die Rechnung macht. „Ab minus fünf Grad ist der Salat sowieso verkäfft“, sagt Lindner.

Verkaufen ist allerdings nicht der Zweck der Übung. Die essbaren Beete sind für alle da. Auch, aber nicht nur für die Kunden der Kitzinger Tafel. Die ist für die Betreuung der insgesamt vier Beete da. Neben dem Rosengarten wird es Salat & Co auch wieder am Taxistand, am Stadtgraben in Richtung Altes Krankenhaus und in der Franzensbader Straße Beete geben, in der Siedlung ein Hochbeet. „Alle zwei Tage muss man schon vorbeischauen“, sagt Tafelvorsitzender Manfred Seigner. Der und die anderen Mitglieder bestätigen, dass Gärtnern durchaus die Gelegenheit bietet, mit Leuten ins Gespräch zu kommen, nicht nur über Beete, Gemüse & Co. Damit wäre ein Ziel der essbaren Beete erreicht.

Wie Lindner sagt, macht der Salat in diesem Jahr den Anfang. Später kommen die Tomaten, bei denen in diesem Jahr eine hängende Variante zum Tragen kommen soll, mit allen möglichen Salat- und Gemüsesorten. „Schluss ist, wenn uns im Herbst der Frost die Arbeit abnimmt“, meint Lindner.

Offene Bibliothek

Der hat inzwischen eine weitere Idee, die er in Kitzingen umsetzen will. An mehreren Stellen in der Stadt will Lindner wetterfeste Blechschränke als Offene Bibliotheken aufstellen. Die sollen dann mit ausgelesenen Büchern bestückt werden. Bedienen kann sich jeder, der ein Buch lesen möchte.

Als ersten Standort hat sich der Stadtgärtner den Rosengarten ausgesucht, wo viele Kitzinger ihre Pausen verbringen. Was Lindner noch braucht, sind die Blechschränke, so um die 1,50 mal 0,40 mal 0,40 Meter wäre das ideale Maß.

Ansprechpartner: Stadtgärtner Johannes Lindner Tel. (0 93 21) 92 68 14.

Lindners Gartentipp

Bodenprobe: Wer träumt nicht von reicher Blüte und Ernte aus dem Garten. Zu viel Dünger belastet nicht nur die Natur sondern auch den Geldbeutel. Nehmen Sie an mehreren Stellen aus ihrem Garten Bodenproben und lassen Sie diese von einem Fachmann analysieren. Anhand der Auswertung können Sie sich dann einen Düngerplan erstellen.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.